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Hypothekenzinsen klettern auf Monats-Hoch – Erstkäufer steigen aus dem Markt aus

30‑jährige Festzinskredite steigen auf 6,45%; Kaufanträge und Refinanzierungen gehen zurück, durchschnittliche Darlehenssumme erreicht historischen Höchstwert

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Titelbild: Hypothekenzinsen klettern auf Monats-Hoch – Erstkäufer steigen aus dem Markt aus
Steigende Zinsen und wachsende Durchschnittsloan‑Größen verengen die Marktteilnahme und stoßen besonders Erstkäufer vom US‑Immobilienmarkt ab.

Nach Angaben der Mortgage Bankers Association (MBA) stieg der durchschnittliche Vertragszins für 30‑jährige Festhypotheken zuletzt auf 6,45%, nach 6,37% in der Vorwoche. Die Points für Kredite mit 20% Anzahlung erhöhten sich demnach auf 0,66 von 0,61 inklusive Originationsgebühr, was die Kosteingangsbarriere für Käufer weiter anhebt.

Gleichzeitig sank das gesamte Volumen der Hypothekenanträge um 4,4% gegenüber der Vorwoche. Anträge zum Kauf eines Eigenheims fielen um 4% und lagen nur noch 5% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Zugleich deute die Entwicklung darauf hin, dass sich sowohl bestehende Hausbesitzer als auch potenzielle Käufer zurückziehen; Erstkäufer seien besonders betroffen, heißt es.

Inzwischen ging die Nachfrage nach Refinanzierungen im Wochenvergleich um 5% zurück. Obwohl das Refinanzierungsvolumen auf Jahressicht weiterhin 29% über dem Vorjahreswert liegt, hat sich dieser Vorteil verringert; der Anteil der Refinanzierungsanträge an der Gesamtaktivität fiel auf 42% und erreichte damit den niedrigsten Stand seit August 2025.

Daneben stieg die durchschnittliche Darlehenssumme bei Kaufanträgen auf 467.300 US‑Dollar und markierte damit den höchsten Wert in der Umfragehistorie seit 1990. Die MBA wertet diesen Anstieg als Hinweis darauf, dass Kreditnehmer mit geringeren Einkommen und Käufer in unteren Preissegmenten überproportional vom Markt zurücktreten, wodurch die Durchschnittsgröße der verbliebenen Kredite ansteigt.

Joel Kan, Vizepräsident und stellvertretender Chefökonom der MBA, macht anhaltende Spannungen im Nahen Osten mitverantwortlich für den Zinsanstieg und nennt diese Entwicklung einen treibenden Faktor für das Monats‑Hoch. Gleichzeitig zeigten andere Zinsumfragen zu Wochenbeginn weitere Aufwärtsbewegungen und signalisierten damit anhaltenden Druck auf die Finanzierungsbedingungen.

Die Daten deuten insgesamt darauf hin, dass die erwartete Frühjahrsbelebung am Immobilienmarkt durch wieder verschlechterte Finanzierungsbedingungen gebremst wird. Beobachter verweisen auf bevorstehende Konjunkturdaten, etwa den monatlichen Beschäftigungsbericht, die als nächster Impuls die Richtung am Markt beeinflussen könnten.