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US-Militär tötet drei Menschen bei Angriff auf Boot im östlichen Pazifik

Southern Command bezeichnet die Getöteten als ‚narco‑terrorists‘; Menschenrechtsorganisationen warnen vor möglichen extralegalen Tötungen und fordern Belege.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: US-Militär tötet drei Menschen bei Angriff auf Boot im östlichen Pazifik
  • US Southern Command meldet einen Schlag gegen ein Boot im östlichen Pazifik
  • konkrete Beweise für Beteiligung am Drogenhandel wurden nicht vorgelegt.

Nach Angaben des US Southern Command hat das Militär am Dienstag ein Boot im östlichen Pazifik getroffen; dabei seien drei Menschen getötet worden. Die Behörde veröffentlichte die Mitteilung am Abend in den sozialen Medien und bezeichnete die Getöteten als männliche narco‑terrorists, ohne Identitäten oder nähere Belege zu nennen.

Im Mittelpunkt der Behauptung steht der Verweis auf Geheimdienstinformationen, wonach das Boot entlang bekannter Routen des Drogenhandels unterwegs gewesen sei und sich an narco‑trafficking operations beteiligt habe. Konkrete Belege für diese Angaben oder Details zu angeblich beteiligten Organisationen legte die Mitteilung nicht vor.

Nach dem Schritt betonte Southern Command, dass bei dem Einsatz keine US‑Streitkräfte zu Schaden gekommen seien, und ordnete den Vorfall in eine Serie ähnlicher Angriffe ein. Demnach war am Vortag ein vergleichbarer Schlag in der Karibik erfolgt, bei dem zwei Menschen getötet worden seien, und seit September seien mehr als 190 Menschen in sogenannten narcoterrorism‑Einsätzen getötet worden.

Zugleich meldeten sich unmittelbar Menschenrechtsorganisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen mit scharfer Kritik. Human Rights Watch und Amnesty International sehen in vergleichbaren Einsätzen mögliche extralegale Tötungen und stellen die Rechtsgrundlage solcher Operationen in Frage. Die American Civil Liberties Union wies die Anschuldigungen gegenüber den Betroffenen als unbelegt zurück und sprach von Angstmacherei.

Daneben betonen Befürworter der härteren Linie, diese Angriffe zählten zu einer verstärkten Strategie gegen den sogenannten Narcoterrorismus. Kritiker verlangen hingegen mehr Transparenz und öffentlich überprüfbare Beweise dafür, dass die angegriffenen Boote tatsächlich in Drogenhandel oder terroristische Aktivitäten eingebunden waren. Sie fordern umfassendere Informationen zur rechtlichen Grundlage und zur Prüfung möglicher zivilen Schäden.