Ehemalige US-Justizministerin Pam Bondi vor geschlossenem Ausschuss zu Freigabe der Epstein-Akten
Bondi soll sich hinter verschlossenen Türen zur Freigabe der Jeffrey‑Epstein‑Akten und zu Entscheidungen des Justizministeriums äußern; ein späteres Transkript soll den Abgeordneten zusätzliche Einblicke liefern.
Nach Angaben des House Oversight and Reform Committee hat die ehemalige US‑Justizministerin Pam Bondi am Freitag in einer geschlossenen Sitzung ausgesagt. Die Vorladung war bereits im März ergangen; Bondi hatte sich nach ihrem Ausscheiden aus dem Justizministerium zunächst geweigert, vor dem Gremium zu erscheinen.
Im Mittelpunkt der Befragung stehen die Umstände der Freigabe der sogenannten Epstein‑Akten durch das Justizministerium. Das Komitee beanstandet, dass das Ministerium die Frist des Epstein Files Transparency Act vom 19. Dezember nicht eingehalten habe und stattdessen am 31. Januar eine Veröffentlichung vorgab, die als vollständige Akten präsentiert wurde.
Das geschlossene Format der Sitzung soll den Abgeordneten erlauben, detailliert nachzufragen und interne Abläufe zu durchleuchten. Ein schriftliches Transkript der Aussagen soll zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt werden und den Gesetzgebern zusätzliche Grundlage bieten, um weitere Ermittlungen oder rechtliche Schritte zu erwägen.
In öffentlichen Anhörungen war Bondi zuvor gegenüber Parlamentariern selbstbewusst aufgetreten; ob sie in der nichtöffentlichen Sitzung denselben Tonfall anschlug, blieb zunächst unklar. Das Komitee hatte Ende April eine zivilrechtliche Missachtungsresolution gegen Bondi eingereicht, nachdem sie zunächst nicht vor dem Ausschuss erschienen war.
Das Justizministerium hat in der Debatte betont, innerhalb der geltenden Rechtsnormen gehandelt zu haben. Ziel der gegenwärtigen Befragung ist es, bestehende Lücken in der Darstellung der Vorgänge zu schließen und zu prüfen, ob die Veröffentlichung den Anforderungen des Transparency Act entsprochen hat.