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Explainer: Inhalt von Irans 10‑Punkte‑Plan für Waffenruhe und Streitfragen mit den USA

Teheran übermittelte dem Weißen Haus eine zehnpunktige Vorlage mit weitreichenden Forderungen, darunter Aufhebung der Sanktionen und iranische Kontrolle der Straße von Hormus.

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Titelbild: Explainer: Inhalt von Irans 10‑Punkte‑Plan für Waffenruhe und Streitfragen mit den USA
Die in iranischen Medien veröffentlichte Liste fordert unter anderem die Aufhebung aller Sanktionen, iranische Kontrolle der Meerenge von Hormus und eine UN‑Resolution zur Verbindlichkeit eines Abkommens.

Nach Angaben iranischer Staatsmedien hat Teheran dem Weißen Haus einen zehnpunktigen Friedensplan vorgelegt, der als Grundlage für weiterführende Verhandlungen dienen soll. Die Liste wurde demnach über pakistanische Vermittler an US‑Vertreter weitergegeben und steht im Mittelpunkt der aktuellen Bemühungen, die zu einem vorläufigen zweiwöchigen Waffenstillstand führten.

Zentrale Forderungen des Plans umfassen die Aufhebung aller primären und sekundären Sanktionen gegen den Iran sowie die Beibehaltung iranischer Kontrolle über die Straße von Hormus. Zudem verlangt die Vorlage eine Resolution des UN‑Sicherheitsrats, die eine vereinbarte Regelung verbindlich machen soll. In der Farsi‑Version der Liste findet sich außerdem der Passus einer Anerkennung der Anreicherung des iranischen Atomprogramms; diese Formulierung fehlte in den öffentlich verbreiteten englischen Fassungen.

Im Plan sind auch konkrete Regelungen für die Schifffahrt vorgesehen: Demnach könnten Iran und Oman in Koordination Gebühren für die Durchfahrt erheben. Der iranische Außenminister wurde zitiert mit der Zusicherung, dass sichere Passagen unter iranischer militärischer Verwaltung möglich seien; offen bleibt, ob dies eine vollständige Lockerung des bisherigen Einflusses auf die Meerenge bedeutet. Weiter heißt es, Einnahmen aus Gebühren könnten für den Wiederaufbau verwendet werden.

Gleichzeitig gelten einige Forderungen für US‑Vertreter und internationale Beobachter als schwer akzeptabel. Die Liste wird von Fachleuten zum Teil als maximalistische Verhandlungsgrundlage eingeschätzt, nicht als unmittelbar erfüllbares Paket. Israel erklärte seine Unterstützung für die vorläufige Waffenruhe, forderte aber zugleich, dass der Iran die Straße von Hormus unverzüglich öffnet und Angriffe einstellt.