Family Offices nutzen Rückzug institutioneller Investoren und erzielen Gewinne mit Ölengagements
Nachdem traditionelle Investoren wegen ESG‑Drucks Ölanteile reduziert hatten, gingen vermögende Familien verstärkt in den Sektor – die jüngste Öl‑Rally brachte deutliche Wertzuwächse.
- Ölpreise kletterten über 94 USD
- Family Offices füllen die Investitionslücke, profitieren von stabilen Cashflows und halten längerfristig.
Nach Angaben der ausgewerteten Berichterstattung hat die jüngste Rallye der Ölpreise Investmentvehikel vermögender Familien begünstigt. Der Ausbruch des Iran‑Kriegs in Folgeereignissen trieb den Ölpreis auf über 94 US‑Dollar pro Fass, etwa 30 Prozent mehr seit Ende Februar, und eröffnete für Family Offices opportunistische Renditechancen.
Zugleich zogen sich private‑equity‑Fonds und andere institutionelle Anleger seit der Pandemie verstärkt aus Öl und Gas zurück; Gründe waren unter anderem Druck von nachhaltig orientierten Stakeholdern. Family Offices hingegen unterliegen nicht denselben Aktionärsauflagen zur Desinvestition aus fossilen Energien und konnten so Kapital in Sektorenlenken, die andere Marktteilnehmer verließen.
Konkrete Beispiele aus der Berichterstattung untermauern den Trend. Ein Family‑Office‑Fonds verdoppelte vor etwa fünf Jahren seine Exponierung gegenüber Öl und Gas, um attraktive Bewertungen auszunutzen. Multiples für den Sektor lagen demnach typischerweise im Bereich von zwei bis drei Mal des Cashflows. Ferner bildeten Family Offices Konsortien, um größere Transaktionen anzuführen, etwa eine rund zwei Milliarden Dollar schwere Übernahme eines Produzenten.
Daneben zeigen sich Family Offices ohne historische Energieverbindungen zunehmend interessiert, um Portfolios zu diversifizieren und unkorrelierte Renditequellen zu erschließen. Fondsmanager berichteten von Kapitalzusagen aus familiären Vermögen, die ursprünglich nicht aus der Energiebranche stammen, und von Aufnahmen in Mineral‑ und Royalty‑Fonds mit mehreren hundert Millionen Dollar an eingesammeltem Kapital.