Gesetzentwurf könnte Mercedes‑Benz Verkauf und Produktion in den USA untersagen
Parlamentarischer Entwurf würde Hersteller mit staatlicher Beteiligung aus als feindlich eingestuften Ländern fünf Jahre lang vom US‑Markt ausschließen; Mercedes‑Benz gerät wegen eines BAIC‑Anteils von 9,98% in den Blick.
Im Mittelpunkt des Entwurfs steht eine Regel, die Unternehmen mit jeglichem direkten oder indirekten Eigenkapitalanteil einer als fremden Gegner eingestuften Regierung von Aktivitäten auf dem US‑Markt ausschließt. Zugleich enthält die Vorlage eine Ausnahme für Hersteller, die bereits vor dem 1. Januar 2026 mindestens fünf Jahre lang Pkw in den USA gefertigt haben. Diese Ausnahme greift jedoch nicht, wenn ein betroffenes Unternehmen staatliche Beteiligungen in den genannten Ländern hat.
Daneben ist der Vorstoß parteiübergreifend formuliert und wird vom Vorsitzenden des House Energy and Commerce Committee, Brett Guthrie (R‑Ky.), vorangetrieben; ein entsprechender Gesetzentwurf im Senat liegt bisher nicht vor. Daniel Kelly, Sprecher des Ausschusses, bestätigte die Kernpunkte des Textes, machte jedoch keine Angaben zu möglichen Folgen für einzelne Unternehmen, darunter Mercedes‑Benz.