GM setzt auf Natrium-Ionen und Vehicle-to-Grid, um im Energiespeicher- und Rechenzentrumsmarkt zu wachsen
General Motors kooperiert mit Peak Energy zur Entwicklung von Natrium-Ionen-Zellen, baut Vehicle-to-Grid-Funktionen aus und setzt parallel auf LFP- und Second-Life-Speicherlösungen.
Die Kernentwicklung: General Motors fährt eine Ausweitung seines Engagements im Bereich stationärer Energiespeicher und reagiert damit auf prognostiziertes Wachstum durch Rechenzentren sowie steigende Energiekosten. Im Zentrum steht die beschleunigte Entwicklung von Natrium-Ionen-Batteriezellen, die GM in Zusammenarbeit mit dem Denverer Start-up Peak Energy erarbeiten will.
Zugleich plant der Konzern eine Ausweitung der Fahrzeug-zu-Netz-Funktionen für Besitzer seiner Elektroautos. Ziel ist es, Elektrofahrzeuge als flexible Energiequelle zu nutzen, die während Lastspitzen Strom ins Netz einspeisen oder Haushalte versorgen können. Mit dieser Strategie will GM Betriebskosten dämpfen und die Netzinfrastruktur für einen erwarteten Ausbau von Rechenzentren besser adressieren.
Die Partnerschaft mit Peak Energy soll Zellen hervorbringen, die ohne aktive Kühlung auskommen und somit mit geringerem Systemaufwand in großen Speichersystemen arbeiten können. GM rechnet damit, dass die Kooperation Zellen für Kundenanwendungen nach 2028 liefern wird. Peak Energy wurde 2023 gegründet; das Führungsteam besteht aus früheren Mitarbeitenden von Tesla, Lockheed Martin und dem Batterieentwickler Northvolt.
Neben der Natrium-Ionen-Entwicklung setzt GM auf Projekte zur Wiederverwendung großer Fahrzeugbatterien als stationäre Speicher und arbeitet dazu mit Partnern wie Redwood Materials zusammen. Parallel investiert der Konzern weiter in bewährte Technologien: Über das Ultium Cells Joint Venture treibt GM die Produktion von Lithium-Eisenphosphat-(LFP)-Zellen voran, um kurzfristig verfügbare Kapazitäten zu nutzen.
Ultium Cells verfügt derzeit über etwa 90 Gigawattstunden Kapazität an zwei Standorten in Ohio und Tennessee. Im März startete ein Projekt mit einem Investitionsvolumen von 70 Millionen Dollar, um in Tennessee LFP-Zellen speziell für Energiespeicher zu produzieren. Damit verfolgt GM eine Mischung aus kurzfristig einsetzbaren LFP-Lösungen und längerfristiger Forschung an natriumbasierten Zellen, um Kosten, Leistung und Zuverlässigkeit in großskaligen Energiespeichern zu verbessern.