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Hims & Hers bricht vorbörslich rund 15% ein nach Verlust im ersten Quartal und schwacher Prognose

Digitales Gesundheitsunternehmen meldet deutlich gestiegenen Nettoverlust, schwächeres bereinigtes EBITDA und gibt vorsichtige Umsatz‑ und EBITDA‑Leitlinien für 2026 heraus.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Hims & Hers bricht vorbörslich rund 15% ein nach Verlust im ersten Quartal und schwacher Prognose
  • Hims & Hers weist im ersten Quartal einen Nettoverlust von 92 Millionen US‑Dollar aus
  • Aktie fällt vorbörslich deutlich.

Nach Angaben des Unternehmens geriet die Aktie von Hims & Hers in den vorbörslichen Handelsstunden unter starken Druck, nachdem die Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht wurden. Der ausgewiesene Nettoverlust weitete sich auf 92 Millionen US‑Dollar aus, verglichen mit rund 50 Millionen Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres, und löste damit die unmittelbare Marktreaktion aus.

Im Mittelpunkt der Zahlen steht auch ein deutlicher Rückgang des bereinigten EBITDA, das im ersten Quartal nur noch 44 Millionen Dollar betrug nach 91 Millionen Dollar im Vorjahr. Zugleich stieg der Umsatz um vier Prozent auf 608 Millionen Dollar, doch sanken Margen und der durchschnittliche Monatsumsatz pro Abonnent von 85 auf 80 Dollar, was die Profitabilitätsentwicklung belastete.

Nach dem Schritt, die Zahlen zu veröffentlichen, legte Hims & Hers seine Leitlinien für 2026 vor: Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 680 und 700 Millionen Dollar und peilt für das Gesamtjahr Umsätze von bis zu drei Milliarden Dollar an. Die Prognose für das bereinigte EBITDA lautet bis zu 55 Millionen Dollar im zweiten Quartal und bis zu 350 Millionen Dollar für das Jahr.

Daneben bewerteten Beobachter die vorgelegten Leitlinien als gemischtes Signal. Analysten wiesen darauf hin, dass das erste Quartal eine Übergangsphase markiere, in der Hims & Hers die Abhängigkeit von zusammengesetzten GLP‑1‑Präparaten reduzieren wolle. Im März hatte das Unternehmen eine Vereinbarung mit Novo Nordisk getroffen, die den Verkauf des markenrechtlich geschützten Präparats Wegovy auf seiner Plattform vorsieht und zugleich die Bewerbung preiswerter Compounding‑Pillen einstellen soll.

Gleichzeitig rückt die Debatte um verkaufte Nachahmerprodukte wieder in den Blick: Hims & Hers hatte ein entsprechendes Produkt nach Kritik zuvor vom Markt genommen, und Novo Nordisk hatte rechtliche Schritte gegen den Verkauf kopierter GLP‑1‑Tabletten angekündigt. Kurzfristig dürften daher sowohl die Marktreaktion auf die Quartalszahlen als auch die praktische Umsetzung der Vereinbarung mit Novo Nordisk für Anleger und Analysten im Fokus bleiben.