Was für Handel, Taiwan und Iran auf dem Spiel steht bei Trumps riskantem Gipfel mit Xi
US‑Präsident Donald Trump reist nach Peking zu Gesprächen mit Xi Jinping, in denen Handel, Iran und Taiwan im Zentrum stehen.
Nach Angaben von CNBC trifft US‑Präsident Donald Trump diese Woche persönlich den chinesischen Staatschef Xi Jinping zu einem hochrangigen Gipfel in Peking. Die Begegnungen an diesem Donnerstag und Freitag finden vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zwischen Washington und Peking statt und gelten als politisch heikel. Erwartet wird, dass die Treffen nicht nur bilaterale Fragen berühren, sondern wegen ihrer Signalfunktion auch internationale Märkte und diplomatische Bündnisse beeinflussen können.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen wirtschaftliche Themen und die Frage, wie das bilaterale Verhältnis neu justiert werden kann. Das Weiße Haus habe erklärt, Trumps Ziel sei eine Neuordnung zugunsten amerikanischer Interessen mit mehr ökonomischer Gegenseitigkeit. Beobachter rechnen jedoch mit begrenzten Ergebnissen; Experten halten kleinere Vereinbarungen, etwa chinesische Käufe von US‑Agrarprodukten oder Flugzeugen, für möglich, setzen ihre Erwartungen insgesamt aber verhalten an.
Gleichzeitig wird das Gipfeltreffen vom Umfeld des Iran‑Konflikts und innenpolitischen Zwängen geprägt. Trumps Reise fällt in eine Phase niedriger Zustimmungswerte und in eine Zeit, in der angesichts des Iran‑Kriegs die Energiepreise gestiegen sind. Vor diesem Hintergrund dürften beide Seiten ein Interesse an einer Deeskalation und an stabilen Beziehungen haben, um internationale Zwischenfälle zu vermeiden; deshalb wird dem Gipfel vor allem eine stabilisierende Funktion zugeschrieben.
Zugleich bleibt offen, welche konkreten Verpflichtungen oder Entwürfe aus den Gesprächen hervorgehen. Sowohl Washington als auch Peking haben Interesse an einer gewissen Normalisierung signalisiert, doch Fachleute warnen vor übergroßer Erwartung an Durchbrüche. Vieles deutet darauf hin, dass die Bestätigung einer verlässlichen bilateralen Beziehung das vorrangige Ziel ist; substanzielle neue Abkommen gelten nach Einschätzung von Analysten als eher unwahrscheinlich.