Irankrieg: Iran weist Trumps Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus zurück
Teheran hält an Blockade der Straße von Hormus fest, trotz Drohungen der US-Regierung; Pakistan, Türkei und Ägypten vermitteln.
Nach Angaben aus Istanbul hat der Iran ein Ultimatum von US-Präsident Donald Trump zur Öffnung der Straße von Hormus zurückgewiesen. Die Seestraße bleibt demnach weiterhin blockiert; die Blockade war am 28. Februar infolge eines Angriffs der USA und Israels auf iranisches Hoheitsgebiet begonnen worden. Teheran zeigt sich damit unbeeindruckt von der Forderung Washingtons, die Meerenge umgehend freizugeben.
Im Mittelpunkt des jüngsten Schlagabtauschs steht Trumps wiederholte Drohung, zivile Energieinfrastruktur im Iran zu zerstören, falls die Blockade nicht aufgehoben werde. Der Präsident plant zugleich eine Pressekonferenz am Montagabend mitteleuropäischer Zeit, bei der neben der Bergung zweier bei einem Abschuss im Iran getöteter oder abgeschossener US‑Piloten auch die Lage in der Straße von Hormus thematisiert werden soll. Offenbar bleibt unklar, ob die Ankündigung militärische Schritte näherbringt oder Anlass zu Deeskalationssignalen geben wird.
Gleichzeitig laufen intensive diplomatische Anstrengungen regionaler Staaten, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Pakistan hat demnach einen Zweistufenplan vorgelegt und steht sowohl mit Vertretern der USA als auch mit iranischen Ansprechpartnern in Kontakt. Die Türkei und Ägypten sind nach diesen Angaben ebenfalls in Vermittlungsaktivitäten eingebunden. Berichten zufolge hielt der pakistanische Armeechef während der Verhandlungen engen Kontakt mit US-Vertretern und iranischen Diplomaten, um den Austausch zwischen den Konfliktparteien zu koordinieren.
Unterdessen zeichnet sich in Washington ein Spannungsfeld ab zwischen dem Einsatz militärischen Drucks und der Suche nach einem politischen Ausweg. Ob die angekündigte Pressekonferenz neue Entscheidungen bringt oder Teil einer Vermittlungsdynamik wird, ist auf Basis der vorliegenden Informationen nicht ersichtlich. Klar bleibt jedoch, dass sowohl diplomatische Kanäle als auch Drohgebärden derzeit parallel verfolgt werden.