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Japan: Inflation verlangsamt sich – Verbraucherpreise im Jänner +1,5%, Kernrate ohne frische Lebensmittel +2,0%

In Japan stieg der Verbraucherpreisindex im Jänner 2026 um 1,5% gegenüber dem Vorjahr, während die Kerninflation ohne frische Lebensmittel bei 2,0% lag.

JKCM Desk 2 Min Lesezeit
Titelbild: Japan: Inflation verlangsamt sich – Verbraucherpreise im Jänner +1,5%, Kernrate ohne frische Lebensmittel +2,0%
  • Der Gesamtindex (2020=100) lag bei 112,9; das entspricht +1,5% gegenüber Jänner 2025 und -0,2% gegenüber dem Vormonat (saisonbereinigt).
  • Der Index ohne frische Lebensmittel lag bei 112,0 und stieg um 2,0% gegenüber dem Vorjahr; saisonbereinigt fiel er um 0,1% gegenüber dem Vormonat.
  • Der Index ohne frische Lebensmittel und Energie lag bei 111,4; er stieg um 2,6% gegenüber dem Vorjahr und um 0,1% gegenüber dem Vormonat (saisonbereinigt).
  • Die Statistikbehörde weist weiterhin deutliche Preissteigerungen in einzelnen Lebensmittelkategorien aus, während Energie und frische Waren stärker schwanken können.
  • Die Veröffentlichung datiert vom 20. Februar und ist ein zentraler Input für die geldpolitische Debatte über den zugrunde liegenden Preisdruck.

Japans Statistikbehörde hat am 20. Februar die vorläufigen Verbraucherpreisdaten für Jänner 2026 veröffentlicht. Der landesweite Verbraucherpreisindex (CPI) lag bei 112,9 (Basis 2020=100) und damit 1,5% höher als im Vorjahresmonat. Saisonbereinigt sank der Gesamtindex um 0,2% gegenüber dem Vormonat. Damit zeigt sich eine weitere Abschwächung der Jahresinflation im Vergleich zu den höheren Raten des Vorjahres, die in den Monatsreihen ebenfalls sichtbar ist.

Besondere Aufmerksamkeit gilt in Japan traditionell der Kernrate ohne frische Lebensmittel, weil frische Nahrungsmittelpreise stark von Wetter und Erntezyklen beeinflusst werden. Dieser Index lag im Jänner bei 112,0 und stieg um 2,0% gegenüber dem Vorjahr; saisonbereinigt ging er um 0,1% gegenüber dem Vormonat zurück. Noch stärker vom „rauschenden“ Energie- und Frischeffekt bereinigt ist der Index ohne frische Lebensmittel und Energie: Er lag bei 111,4 und stieg um 2,6% gegenüber dem Vorjahr, saisonbereinigt um 0,1% gegenüber dem Vormonat.

Die Detailtabellen zeigen, dass Preisbewegungen je nach Gütergruppe sehr unterschiedlich ausfallen können. In den veröffentlichten Übersichten werden etwa einzelne Lebensmittelkategorien mit deutlichen Zuwächsen ausgewiesen, während andere Bereiche Rückgänge verzeichnen. Für die Interpretation ist relevant, dass sich der Gesamtindex aus vielen Positionen zusammensetzt und ein einzelner starker Preisschub – etwa bei Grundnahrungsmitteln – nicht automatisch den gesamten Warenkorb dominiert, aber die Wahrnehmung der Haushalte prägen kann.

Makroökonomisch sind die CPI-Zahlen ein Schlüsselindikator für reale Einkommen und Kaufkraft. Sinkende Inflationsraten können den Druck auf Haushaltsbudgets mindern, während anhaltend erhöhte Kernraten signalisieren, dass Preiserhöhungen breiter in der Wirtschaft verankert sind. Für Unternehmen wirken Preisänderungen zugleich über Löhne, Margen und Nachfrage. In Japan spielen zudem Wechselkursbewegungen und Importpreise eine Rolle, weil sie Kosten vieler Güter beeinflussen.

Die Statistikbehörde weist darauf hin, dass saisonbereinigte Reihen jährlich rückwirkend angepasst werden können. Für eine robuste Einschätzung ist daher der Trend über mehrere Monate entscheidend, ergänzt um Daten zu Löhnen, Output und Konsum. Weitere CPI-Details, einschließlich Zeitreihen und Aufschlüsselungen, werden über die Publikationen und Datenangebote der Behörde bereitgestellt.