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Keine Belege für Wahlbetrug in Kalifornien trotz wiederholter Behauptungen von Trump und Verbündeten

Während Kalifornien noch Millionen Briefwahlstimmen auswertet, kursieren weiter unbelegte Vorwürfe von Trump und Verbündeten; Ermittler vor Ort finden bislang keine glaubwürdigen Hinweise auf Manipulation.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Keine Belege für Wahlbetrug in Kalifornien trotz wiederholter Behauptungen von Trump und Verbündeten
  • Mehr als 2,5 Millionen Stimmen standen noch zur Auszählung
  • staatliche Stellen und ein Bundesstaatsanwalt nannten bisher keine belastbaren Hinweise auf systematischen Wahlbetrug.

Die Kernentwicklung: In Kalifornien werden nach dem Vorlauf der Vorwahlen wiederholt Behauptungen über Wahlbetrug verbreitet, doch bislang gibt es keine belastbaren Belege für Manipulationen. Die Auszählung zieht sich weiter hin, und zentrale Vorwürfe halten sich sowohl in sozialen Medien als auch auf Plattformen politischer Akteure.

Zugleich spitzte sich der politische Streit zu, als Ex‑Präsident Donald Trump mehrfach suggerierte, demokratische Kräfte könnten durch späte Zählungen von Briefwahlstimmen Wahlergebnisse beeinflussen. In mindestens einem Fall äußerte er direkte Verdächtigungen gegen die Ergebnisse, ohne Belege vorzulegen. Unterstützer und öffentliche Figuren reposteten ähnliche Formulierungen und riefen zur Unterstützung des sogenannten Save Act auf.

In mehreren wichtigen Rennen Kaliforniens blieben große Mengen an Stimmen offen: Bei der Gouverneursvorwahl lag der Republikaner Steve Hilton nach den Auszählungsständen in Schlagdistanz zum zweiten Platz, während Demokrat Xavier Becerra einen der vorderen Plätze bereits sicher hatte. In Los Angeles lieferten sich die Stadträtin Nithya Raman und der republikanisch registrierte Prominente Spencer Pratt ein enges Duell um den zweiten Platz hinter Amtsinhaberin Karen Bass; nachdem weitere Briefwahlstimmen gezählt wurden, übernahm Raman zeitweise die Führung.

Daneben entsandten staatliche und bundesbehördliche Stellen Beobachter zur Überwachung der Auszählung. Ein Bundesstaatsanwalt reiste nach Los Angeles, und die zuständige Bundesstaatsanwaltschaft erklärte, mehrere Ermittlungen im Zusammenhang mit mutmaßlichem Wahlbetrug liefen. Konkrete, verifizierbare Hinweise, die auf breit angelegte oder entscheidende Manipulationen schließen ließen, wurden jedoch nicht vorgelegt. In einem Fall wies der zuständige stellvertretende US‑Staatsanwalt eine kursierende Behauptung über null Stimmen für einen Kandidaten bei einem offiziellen Update als falsch zurück.

Insgesamt verläuft die Auszählung in Kalifornien langsam, unter anderem wegen des hohen Anteils an Briefwahlsendungen. Experten und Nichtregierungsstellen verweisen auf die seltene Häufigkeit von Wahlbetrug in den USA und auf die übliche, oft mehrtägige Nachzählungspraxis in dem bevölkerungsreichen Bundesstaat. Bis zum Abschluss der verbliebenen Zählprozesse sind weitere Verschiebungen in den Ergebnissen möglich, doch die bislang vorliegenden Prüfungen liefern keine Hinweise darauf, dass das Wahlsystem in Kalifornien systematisch kompromittiert worden ist.