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Kodak‑Chef Continenza setzt auf Film‑Renaissance und Schuldenabbau, um Konzern zu stabilisieren

Eastman Kodak verzeichnete zuletzt höhere Quartalsgewinne und geringere Zinsaufwendungen. CEO Jim Continenza setzt auf Schuldenabbau, eine Rückkehr zur Filmproduktion und die Ansprache jüngerer Kunden, um das Unternehmen zu stabilisieren.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Kodak‑Chef Continenza setzt auf Film‑Renaissance und Schuldenabbau, um Konzern zu stabilisieren
Continenza will Kodak durch konsequenten Abbau von Verbindlichkeiten, gezielte Investitionen ins Kerngeschäft und eine Neuausrichtung auf junge Käufer wieder auf solide Beine stellen.

Nach Angaben des Unternehmens zeigen die jüngsten Quartalszahlen erste Erfolge der seit 2019 laufenden Umbaumaßnahmen unter CEO Jim Continenza. Kodak war im vergangenen Jahr noch mit der Feststellung angetreten, die finanzielle Situation gebe substantial doubt about Kodak's ability to continue as a going concern; Continenza antwortete darauf mit einem klaren Plan: Schulden abbauen und die operative Struktur straffen.

Im Mittelpunkt der Neuausrichtung steht die Rückkehr zur traditionellen Filmproduktion. Continenza stoppte die geplante Stilllegung einer Acetatfabrik, nachdem die Bedeutung dieses Materials für die Filmproduktion hervorgehoben wurde. Die Geschäftsführung sieht in der verstärkten Nachfrage nach analogem Film sowohl eine Chance für das Hollywood-Geschäft als auch für jüngere Konsumentengruppen, die dem Segment neues Interesse entgegenbringen.

Zugleich untermauern die Zahlen nach Firmenangaben erste Fortschritte: Der Bruttogewinn des vierten Quartals stieg auf 67 Millionen US‑Dollar, ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und die jährlichen Zinsaufwendungen konnten um rund 40 Millionen Dollar vermindert werden. Continenza wertete diese Entwicklungen als Bestätigung des langfristigen Sanierungsplans, den er seit seinem Amtsantritt verfolgt.

Nach dem Schritt‑für‑Schritt‑Ansatz, den das Management beschreibt, bleiben jedoch weitere Aufgaben offen. Die Strategie sieht vor, zunächst die Bilanz zu stabilisieren, dann Kapital in das Kerngeschäft zu lenken und schließlich neue Kundensegmente gezielt zu adressieren. Kodak war bereits 2012 in Insolvenzschutz gegangen und 2013 in veränderter Form neu gestartet; das derzeitige Programm zielt darauf ab, das Geschäftsmodell nachhaltig tragfähig zu machen.

Daneben betont das Management die Kombination aus Nostalgieeffekten und neuer Nachfrage als Wachstumstreiber im Filmsegment. Continenza setzt auf operative Straffung und selektive Investitionen, um wieder Arbeitsplätze zu schaffen und langfristige Erträge zu sichern. Konkrete Umsatz‑ oder Ergebnisprognosen für das kommende Geschäftsjahr machte das Unternehmen in der Mitteilung nicht.