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Levi Strauss steigert Umsatz deutlich – Direktvertrieb macht erstmals über die Hälfte des Geschäfts aus

Der Jeanshersteller übertraf im ersten Fiskalquartal 2026 die Analystenerwartungen und hob die Jahresprognose an. Etwa die Hälfte des Wachstums erklärt das Unternehmen mit höheren Verkaufspreisen.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Levi Strauss steigert Umsatz deutlich – Direktvertrieb macht erstmals über die Hälfte des Geschäfts aus
  • Umsatzplus 14% auf 1,74 Mrd. US-Dollar
  • DTC-Anteil erstmals 52%.

Nach Angaben von Levi Strauss übertraf das Unternehmen im ersten Fiskalquartal 2026 sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten Ergebnis je Aktie die Konsenserwartungen und reagierte mit einer Anhebung seiner Jahresprognose. Der Umsatz kletterte auf 1,74 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 42 Cents und damit über den erwarteten 37 Cents.

Im Mittelpunkt der Quartalsentwicklung stand erneut der direkte Verkauf an Endkunden (Direct-to-Consumer, DTC). Die DTC-Umsätze stiegen um 16 Prozent und machten erstmals 52 Prozent des Gesamtumsatzes aus, ein markanter Schritt für ein Unternehmen, das traditionell stark auf Großhandelspartner setzte. Konzernchefin Michelle Gass sagte, sie erwarte, dass der DTC-Anteil im laufenden Geschäftsjahr weiterhin über der Hälfte liegen werde, auch wenn der Großhandel weiterhin zum Wachstum beitrage.

Zugleich betonte das Management, dass das Umsatzwachstum nicht allein auf gesteigerte Absatzmengen zurückzuführen sei. Finanzchef Harmit Singh, der seinen Rückzug angekündigt hat, erklärte, etwa die Hälfte des Anstiegs sei auf höhere Verkaufspreise zurückzuführen, die andere Hälfte auf mehr verkaufte Einheiten. Positive Währungseffekte unterstützten das Ergebnis zusätzlich, weshalb sich das Umsatzplus nicht ausschließlich aus Volumensteigerungen erklären lasse.

Levi zog die Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach oben: Das Unternehmen erwartet nun ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 1,42 und 1,48 US-Dollar sowie einen Umsatzanstieg von 5,5 bis 6,5 Prozent. Damit liegt die neue Umsatzprognose in etwa auf dem Niveau der Markterwartung. Unternehmensvertreter hoben hervor, dass die stärkere DTC-Ausrichtung mittelfristig höhere Margen bringen könne, kurzfristig aber mit höheren Kosten durch Anpassungen in der Distributionsstruktur verbunden sei.

Daneben zeigte sich die Nachfrage im Quartal robust: Verschiedene Markenbereiche von Value bis Premium trugen zum Umsatzwachstum bei. Trotz der Umstellungen in der Vertriebsstrategie sah das Management bislang keine signifikante Abschwächung der Verbrauchernachfrage, sodass die operative Entwicklung insgesamt positiv bewertet wurde.