Luftfahrt: Lufthansa stellt Cityline ein – Mitarbeiter freigestellt
Wegen anhaltender Streiks beendet die Kernmarke den Vertrag über Zubringerflüge; der Flugbetrieb der Regionaltochter wird vorerst eingestellt.
- Interne Mitteilung verkündet Vertragsende für Zubringerflüge
- nahezu alle Beschäftigten werden vorübergehend freigestellt.
Nach Angaben eines internen Schreibens hat die Kernmarke Lufthansa den Zubringervertrag mit ihrer Regionaltochter Cityline mit sofortiger Wirkung beendet. Als Begründung nennt das Unternehmen die fortgesetzten Streiks, die den geplanten Zubringerbetrieb nachhaltig gestört hätten. Die Maßnahme beendet formell die vertragliche Grundlage, auf deren Basis Cityline Flüge im Auftrag der Kernmarke durchgeführt hatte.
Im Mittelpunkt der Mitteilung steht die Entscheidung, den Flugbetrieb von Lufthansa Cityline bis auf Weiteres einzustellen. Zugleich betrifft die Maßnahme die operativen Verbindungen, die bislang als Zubringerflüge in das Umsteige- und Streckennetz der Kernmarke integriert waren. Eine konkrete Terminvorgabe für eine mögliche Wiederaufnahme des Betriebs wurde in dem Schreiben nicht genannt.
Nach dem Schritt wurden nahezu alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft vorerst freigestellt. Konkrete Angaben zur Zahl der Betroffenen, zu Kündigungen oder zu möglichen Übergangs- und Sozialregelungen enthält der vorliegende Textauszug nicht. Inzwischen liegen ebenfalls keine Details zur weiteren Verwendung der Luftfahrzeuge oder zur Umverteilung der bisherigen Zubringerverkehre vor.
Zugleich folgt die Maßnahme einer Phase anhaltender Arbeitsniederlegungen, die nach Unternehmensangaben den regulären Ablauf des Zubringerverkehrs weitgehend lahmgelegt hätten. Die sofortige Vertragsbeendigung signalisiert eine deutliche Trennlinie in der operativen Praxis; welche mittel- und langfristigen Folgen dies für das Streckennetz und die Personalplanung haben wird, ist derzeit nicht ausgewiesen.