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Melissa Gilbert verteidigt Ehemann Timothy Busfield nach Anklagen wegen Kindesmissbrauchs

Die Schauspielerin verteidigt ihren Mann in einem TV-Interview und beschreibt die Anschuldigungen als traumatische Zäsur für die Familie.

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Titelbild: Melissa Gilbert verteidigt Ehemann Timothy Busfield nach Anklagen wegen Kindesmissbrauchs
Gilbert nennt Busfield «die letzte Person, die einem Kind wehtun würde» und spricht von Trauer um gemeinsame Pläne und eine ungewisse Zukunft.

Melissa Gilbert hat sich in ihrem ersten ausführlichen Fernsehauftritt seit den Anschuldigungen gegen ihren Ehemann Timothy Busfield öffentlich zu seiner Verteidigung bekannt. In dem für Good Morning America geführten Gespräch mit George Stephanopoulos bezeichnete die ehemalige Little House on the Prairie-Darstellerin den Emmy‑Preisträger, den sie 2013 heiratete, als die letzte Person auf der Welt, die einem Kind schaden würde. Mit ihrer Erklärung rückt sie die persönliche Dimension des Falls in den Mittelpunkt und macht die Belastung für das Paar sichtbar.

Gilbert sprach von einer tiefen, anhaltenden Traumatisierung. Dies war das traumatisierendste Erlebnis unseres Lebens – unser Leben, wie wir es kannten, ist vorbei, sagte sie. Sie beklagte den Verlust gemeinsamer Pläne, Träume und Projekte und äußerte die Sorge, dass der Vorwurf Busfields Ruf dauerhaft beschädige: Selbst im Fall einer Entlastung werde er als dieser Mann wahrgenommen. Diese Worte spiegeln die Furcht wider, dass öffentliche Vorwürfe das persönliche und berufliche Leben dauerhaft verändern können.

Die Strafanzeige gegen Busfield entstand nach einer Grand‑Jury‑Ermittlung in Albuquerque. Die Anklageschrift umfasst vier Counts wegen strafbarer sexueller Kontaktaufnahme mit einem Kind und bezieht sich auf Vorfälle zwischen November 2022 und dem Frühjahr 2024, die sich demnach am Set der Fernsehserie The Cleaning Lady ereignet haben sollen, bei der Busfield als Regisseur und Darsteller tätig war. Der 68‑Jährige hat sich nicht schuldig bekannt und hat die Vorwürfe in einem veröffentlichten Video als unwahr zurückgewiesen. Ein vorläufiger Prozesstermin ist für Mai 2027 angesetzt; Busfield wurde auf freien Fuß gesetzt und darf außerhalb New Mexicos auf den Prozess warten.

Die Anklageakte nennt außerdem frühere Beschuldigungen aus den 1990er Jahren und aus dem Jahr 2012, die von den Staatsanwaltschaften als möglicher Hinweis auf ein wiederkehrendes Verhalten angeführt wurden. In der Vergangenheit hat Busfield einige Vorwürfe bestritten oder außergerichtlich geregelt. Gilbert sagte, sie habe sich bislang an juristischen Rat weitgehend zurückgehalten, erscheine jetzt aber bereit, öffentlich Stellung zu beziehen. Ihr Auftritt ist eine der deutlichsten persönlichen Reaktionen im Umfeld der Anschuldigungen und unterstreicht die emotionale Belastung, die der Fall für das Ehepaar und ihr Umfeld mit sich bringt.