Micron-Aktie klettert 15% nach Quartalszahlen: Umsatz mehr als vervierfacht
Der Speicherhersteller verzeichnete im fiskalischen dritten Quartal einen kräftigen Umsatz- und Gewinnsprung, angetrieben von massiv gestiegenen Speicherpreisen und starker Nachfrage aus Rechenzentren.
- Umsatz kletterte auf 41,46 Milliarden USD
- Nettogewinn lag bei 28,24 Milliarden USD
- Aktie in der Nachbörse um etwa 15 Prozent höher.
Die Kernentwicklung: Micron meldete für das fiskalische dritte Quartal einen Umsatz von 41,46 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 25,11 US-Dollar, woraufhin die Aktie in der Nachbörse um rund 15 Prozent zulegte. Das Ergebnis übertraf damit die Konsensschätzungen der Analysten und löste einen deutlichen Kurssprung aus.
Im Vergleich zum Vorjahr vervierfachte sich der Quartalsumsatz; ein Jahr zuvor hatte Micron 9,3 Milliarden US-Dollar erzielt. Für das kommende Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatz von rund 50 Milliarden US-Dollar in Aussicht, nachdem im Vorjahresquartal 11,3 Milliarden US-Dollar eingefahren wurden. Diese Prognose liegt deutlich über den durchschnittlichen Erwartungen am Markt.
Die Margenentwicklung fiel außergewöhnlich aus: Die Bruttomarge stieg auf 84,9 Prozent, nach 74,9 Prozent im vorangegangenen Quartal und 39 Prozent vor einem Jahr. Das Nettoergebnis belief sich auf 28,24 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 1,89 Milliarden US-Dollar im gleichen Vorjahreszeitraum. Solche Sprünge spiegeln die kräftige Preisentwicklung und die anhaltende Knappheit im Markt für Speicherprodukte wider.
Das operative Bild zeigt ein breites Wachstumsspektrum über alle Geschäftsbereiche hinweg. Die Data-Center-Sparte wuchs am stärksten und erzielte 11,5 Milliarden US-Dollar gegenüber 1,53 Milliarden US-Dollar ein Jahr zuvor. Das Cloud-Memory-Geschäft legte auf 13,77 Milliarden US-Dollar zu, das Mobile- und Client-Geschäft stieg auf 11,52 Milliarden US-Dollar, und das Automotive- sowie Embedded-Memory-Geschäft erreichte 4,63 Milliarden US-Dollar.
Parallel sicherte Micron künftige Erlöse durch langfristige Abnahmevereinbarungen: Das Unternehmen meldete den Abschluss von 16 Verträgen mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren und erwartet daraus finanzielle Zusagen in Höhe von rund 22 Milliarden US-Dollar. Diese Vereinbarungen sollen laut Unternehmensangaben die Umsatzsichtbarkeit erhöhen und Planungssicherheit für Investitionen schaffen.