Minnesota erhebt Anklage gegen ICE‑Agenten wegen versuchten Angriffs nach Road‑Rage‑Vorfall
Staatsanwälte in Hennepin County erheben zwei Anklagen gegen einen ICE‑Agenten, dem vorgeworfen wird, bei einem Vorfall in Minneapolis mit seiner Dienstwaffe auf Insassen eines anderen Fahrzeugs gezielt zu haben; ein landesweiter Haftbefehl wurde ausgestellt.
- Angeklagt wegen zweifacher Körperverletzung
- Behörden ordnen landesweite Festnahme an.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Hennepin County haben Ermittler Anklage gegen einen Mitarbeiter von U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) erhoben. Gregory Donnell Morgan Jr. wird demnach wegen zweier Fälle von Körperverletzung zweiten Grades beschuldigt; Grundlage der Vorwürfe ist ein Vorfall vom 5. Februar in Minneapolis, bei dem er seine Dienstwaffe auf Insassen eines anderen Fahrzeugs gerichtet haben soll.
Im Mittelpunkt der Darstellung steht der Ablauf auf einem Highway: Morgan sei in einem unmarkierten SUV auf dem Seitenstreifen gefahren und habe beim Versuch, das andere Fahrzeug zu überholen, die Waffe an die Köpfe der Insassen gehalten. Die Staatsanwältin Mary Moriarty sagte, die Personen in dem Wagenn seien sich nicht bewusst gewesen, dass der Täter ein Bundesagent sei, bis sie von einem staatlichen Polizeibeamten darüber informiert worden seien.
Nach dem Schritt der Anklageerteilung wurde ein landesweiter Haftbefehl gegen Morgan ausgestellt. Die Behörde forderte, dass er sich der Polizei stelle; der Haftbefehl bleibe aktiv, bis die Festnahme erfolgt sei. Ermittler beschrieben das Verhalten des Agenten als extrem gefährlich und betonten, es gebe keine Rechtfertigung für sein Handeln.
Zugleich wiesen die Verantwortlichen darauf hin, dass es sich um einen vergleichsweise seltenen Fall handelt, in dem ein Bundesbeamter von staatlichen Stellen strafrechtlich verfolgt wird, sofern sich die Vorwürfe in einem Verfahren bestätigen. Unterdessen wurde erklärt, dass eine Stellungnahme von ICE angefragt worden sei; im veröffentlichten Bericht war kein Kommentar der Bundesbehörde enthalten.
Daneben betonen die Ermittler, dass die Ermittlungen weiterlaufen und der Haftbefehl dazu dienen soll, die gerichtliche Verfolgung zu ermöglichen. Die Anklagen und der Erlass des landesweiten Haftbefehls markieren einen entscheidenden Schritt in dem Verfahren gegen den Agenten, dessen rechtliche Folgen nun vor einem staatlichen Gericht geklärt werden sollen.