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Todesopferzahl bei Tankexplosion in Washington auf 11 gestiegen

Bei einer Tankimplosion in einer Papierverpackungsfabrik in Longview wurden elf Tote geborgen. Tests ergaben eine chemische Kontamination des Columbia River, Schadwirkungen auf Luft und Trinkwasser wurden bislang nicht festgestellt.

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Titelbild: Todesopferzahl bei Tankexplosion in Washington auf 11 gestiegen
  • Nach der Implosion eines Tanks mit ‚white liquor‘ bargen Rettungskräfte alle neun zuvor Vermissten
  • Proben zeigten Verunreinigungen im Columbia River, bisher ohne festgestellte Gesundheitsbeeinträchtigungen für Luft oder

Nach Angaben der Einsatzkräfte stieg die Zahl der Todesopfer nach einer Tankimplosion in Longview im US-Bundesstaat Washington auf elf. Rettungsteams bargen am Samstag die Leichen der zuletzt noch neun vermissten Personen; zuvor waren bereits zwei Tote bestätigt worden. Der Unfall hatte sich vergangene Woche in einer Anlage von Nippon Dynawave Packaging ereignet.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht ein beschädigter Behälter, der nach Behördenangaben rund 900.000 Gallonen, etwa 3,4 Millionen Liter, ‚white liquor‘ enthielt. Bei diesem Stoff handelt es sich um eine Lauge aus Natriumhydroxid und Natriumsulfid, die in der Zellstoffherstellung verwendet wird. Die Anlage gehört zur Nippon Paper Industries-Gruppe; das Werk war nach einer Übernahme 2016 als Tochterfirma geführt worden.

Nach dem Schritt der Bergungsarbeiten konzentrierten sich Einsatzkräfte auf die Sicherung des Geländes und die Suche nach weiteren Betroffenen. Rettungsteams arbeiteten sich durch Trümmer in Innenbereichen und setzten Drohnen zur Lageerkundung ein, wie der stellvertretende Leiter des Cowlitz 2 Fire and Rescue Department, Kurt Stitch, mitteilte. Die Bergungs- und Sicherungsmaßnahmen dauerten mehrere Tage an, bis alle Vermissten aufgefunden waren.

Zugleich bestätigten Untersuchungen, dass Stoffe aus dem beschädigten Tank in den nahegelegenen Columbia River gelangt sind. Behörden führten Tests durch und gaben an, bislang seien keine negativen Auswirkungen auf die Luftqualität oder auf das Trinkwasser der Stadt Longview festgestellt worden. Weitere Analysen und Überwachungen werden fortgesetzt, um mögliche längerfristige Folgen zu klären.

Daneben arbeiten die Betreiberfirma und örtliche Behörden gemeinsam an der Unfalluntersuchung und an Maßnahmen zur Eindämmung der Umweltbelastung. Konkrete Hinweise auf die Ursache der Implosion wurden bisher nicht veröffentlicht; die Priorität liegt nach Angaben der Behörden auf sicheren Bergungsbedingungen und umfassender Umweltüberwachung, während die Ermittlungen weiterlaufen.