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MLS-Chef: Fifa sei klug, dynamische Preisgestaltung für WM-Tickets zu nutzen

Don Garber verteidigt Fifa-Preismodell in Miami und kündigt umfangreiche MLS-Aktivitäten rund um die WM an

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Titelbild: MLS-Chef: Fifa sei klug, dynamische Preisgestaltung für WM-Tickets zu nutzen
MLS-Commissioner Don Garber bezeichnet Fiffas dynamische Preisgestaltung für die WM 2026 als klug und sieht zugleich Chancen für die Liga, das Turnier für eigene Werbung und Fan-Aktivierungen zu nutzen.

Nach Angaben von Don Garber war die Entscheidung der Fifa, für die im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada stattfindende Weltmeisterschaft dynamische Preise einzusetzen, eine taktisch sinnvolle Wahl. Vor dem Eröffnungsspiel im neuen Stadion von Inter Miami erklärte der MLS-Commissioner, höhere Preise spiegelten die Exklusivität eines solch großen Turniers wider und entsprächen dem Marktverständnis in den USA.

Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Abgrenzung der Zuständigkeiten: Die Preisbildung liege nicht in der Hand der Liga, sondern bei der Fifa. Garber verwies darauf, dass variable Preisgestaltung in Nordamerika bei großen Sportereignissen und Konzerten bereits verbreitet sei. Kritiker, die das Modell als überhöhte Bereicherung taxieren, nannte er nicht namentlich, wies aber darauf hin, dass Finalspiele traditionell deutlich teurere Tickets nach sich ziehen.

Zugleich beschrieb Garber, wie die Major League Soccer das Turnier nutzen wolle, um die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Die Liga plane umfangreiche Werbekampagnen, unter anderem in Halbfinale und Finale, und wolle prominente Spieler einsetzen, die bei der WM vertreten sein dürften. Darüber hinaus seien Fan-Feste und lokale Aktionen in zahlreichen Märkten vorgesehen, um die Präsenz der MLS während des Turniers zu verstärken.

Daneben betonte Garber, dass die MLS inzwischen auf eigener Dynamik aufbaue. Die Liga habe an Attraktivität gewonnen und könne das Weltturnier nutzen, um diese Entwicklung weiter voranzutreiben; die hohe Zahl an Spielern, die voraussichtlich teilnehmen würden, nannte er als Indiz für die Qualität der Spielklasse. Konkrete Zusagen zur Ticketverfügbarkeit oder zur Mitgestaltung der Preismechanik seitens der MLS gab es nicht.

Inhaltlich ordnete Garber die jüngsten Preissteigerungen als Ausdruck eines marktspezifischen Ansatzes ein. Er verwies darauf, dass die Fifa die Obergrenze für ein finales Top-Ticket zuletzt auf 10.900 US-Dollar angehoben und auch die Kategorien für Gruppenspiele nach Beliebtheit differenziert habe. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass die Fifa Zugänge für Interessenten sicherstelle und die Nachfrage berücksichtigt.

Unterdessen wollte Garber die Debatte nicht allein auf Preise verengen. Für ihn biete die WM eine Chance, das gestiegene Interesse am US-Fußball zu nutzen und die Liga in Schlüsselmomenten global zu präsentieren. Die MLS setze daher auf breit angelegte Aktivitäten während des Turniers, um Wachstum und Fan-Engagement zugleich zu fördern.