Morgan Stanley übertrifft Erwartungen: Handelsumsatz liegt fast eine Milliarde Dollar über Schätzungen
Bank präsentiert starkes erstes Quartal 2026 mit kräftigem Beitrag aus Aktien- und Rentenhandel sowie Rekordumsatz im Wealth Management.
Nach Angaben von Morgan Stanley übertraf die US-Bank im ersten Quartal 2026 die Konsensschätzungen sowohl beim Ergebnis je Aktie als auch beim Umsatz. Das bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf 3,43 US-Dollar, verglichen mit einer LSEG-Schätzung von 3,00 US-Dollar, und der Umsatz stieg auf 20,58 Milliarden US-Dollar gegenüber erwarteten 19,72 Milliarden US-Dollar.
Im Mittelpunkt der Berichtszahlen stand das Handelsgeschäft: Die kombinierten Erträge aus Aktien- und Rentenhandel erreichten rund 8,5 Milliarden US-Dollar und lagen damit nahezu eine Milliarde Dollar über den Markterwartungen. Die Erträge im Aktienhandel stiegen um 25 Prozent auf ein Rekordniveau von 5,15 Milliarden US-Dollar, etwa 450 Millionen Dollar über dem StreetAccount-Estimate, getragen von starkem Volumen in der globalen Aktienfranchise sowie dem Prime-Brokerage- und Derivategeschäft.
Zugleich zog der Rentenhandel kräftig an; er legte um 29 Prozent zu und brachte 3,36 Milliarden US-Dollar ein, rund 540 Millionen Dollar mehr als erwartet. Morgan Stanley hob dabei insbesondere den Beitrag des Rohstoffhandels hervor, der von erhöhter Volatilität an den Energiemärkten profitierte. Das Investmentbanking verzeichnete ein Plus von 36 Prozent auf 2,12 Milliarden US-Dollar und lag damit in etwa auf Analystenniveau, gestützt von Gebühren aus abgeschlossenen Fusionen sowie Aktien- und Anleiheemissionen.
Daneben fuhr das Wealth-Management mit einem Rekordumsatz von 8,52 Milliarden US-Dollar ein Plus von 16 Prozent ein, was das höhere Vermögensniveau und transaktionsabhängige Erlöse widerspiegelt. Die Sparte Investment Management war die einzige mit rückläufigen Erlösen: Hier sank der Umsatz um 4,2 Prozent auf 1,54 Milliarden US-Dollar und lag damit ungefähr 110 Millionen Dollar unter den Erwartungen, wofür das Haus niedrigere erfolgsabhängige Erträge aus geschlossenen Fonds nannte.
Unterdessen stieg der Konzerngewinn um 29 Prozent auf 5,57 Milliarden US-Dollar. An den Märkten reagierten Investoren positiv auf die Zahlen: Die Aktie gewann vorbörslich fast drei Prozent. Nach dem Schritt bestätigte Morgan Stanley damit, unter dem Vorstand von CEO Ted Pick, seit dessen Amtsantritt 2024, die robuste Positionierung in einem volatilen ersten Quartal.
Gleichzeitig fällt der Vergleich zu Wettbewerbern auf: In der Kategorie Rentenhandel verzeichnete ein Rivale einen deutlich größeren Rückstand gegenüber den Schätzungen, was Morgan Stanley in diesem Segment einen relativen Vorteil verschaffte.