Nasa-Chef: Suche nach außerirdischem Leben steht im Zentrum der Raumfahrtpläne
Jared Isaacman sieht die Suche nach außerirdischem Leben als zentrales Motiv der Nasa‑Planung und nennt die Chancen, Hinweise zu finden, «ziemlich hoch». Er verbindet diese Frage mit den Zielen der Artemis‑Missionen.
- Isaacman sagt, die Frage ‚Sind wir allein?‘ durchziehe die wissenschaftlichen und explorativen Ziele der Nasa
- seine Äußerungen erfolgten während der Artemis‑II‑Mission.
Nach Angaben des Nasa‑Administrators Jared Isaacman gehört die Erforschung möglicher außerirdischer Lebensformen zu den treibenden Motiven für die Planung künftiger Raumfahrtmissionen. Er betonte, die Frage, ob die Menschheit allein im Universum ist, durchziehe viele wissenschaftliche und explorative Vorhaben der Agentur und zähle zum Kern dessen, was Nasa tue. Damit verknüpfte er grundsätzliche Forschungsziele direkt mit den laufenden Artemis‑Anstrengungen.
Nach dem Schritt des Artemis‑II‑Starts erläuterte Isaacman den Status der aktuellen Mission und ihre operativen Prioritäten. Die vierköpfige Besatzung befindet sich in der Orion‑Kapsel und umrundet den Mond; die Crew war zuletzt näher am Mond (etwa 178.000 km) als an der Erde (etwa 169.000 Meilen), und die Kapsel soll auf der Rückseite des Mondes einen Bogen schlagen, bevor sie zur Erde zurückkehrt. Für diese Phase habe die Datensammlung zur Lebenserhaltung von Orion oberste Priorität, denn dies sei die erste Mission mit Menschen an Bord dieses Raumfahrzeugs und deshalb seien systematische Tests und Beobachtungen essenziell.
Unterdessen stellte Isaacman klar, dass er persönlich während seiner Raumflüge keine Hinweise auf Besuche durch intelligente Lebensformen festgestellt habe. Er verwies auf die enorme Zahl von Galaxien und Sternsystemen als Grundlage seiner Einschätzung, dass die Chancen, irgendwann etwas zu finden, «ziemlich hoch» seien, mahnte jedoch Vorsicht: Diese Aussage gründe auf dem Ausmaß des Universums, nicht auf konkreten Beobachtungen.
Daneben sprach Isaacman ein technisches Problem an Bord an: Die Crew hatte eine Fehlermeldung am titaniumbasierten Vacuum‑Toilettensystem (UWMS) gemeldet, das inzwischen wieder normal funktioniere. Abschließend erinnerte er an die geplanten Folgemissionen: Artemis III sei für Mitte 2027 vorgesehen, gefolgt von Artemis IV, bei der die Orion‑Kapsel genutzt werden soll, um Besatzungen zu Landefähren zu transferieren und die Rückkehr von Astronauten auf die Mondoberfläche vorzubereiten.