North Carolina kündigt Anklagen gegen Erwachsene an, die bei geplantem Teen‑Kampf standen, der in Massenerschießung mündete
Bei einem verabredeten Zusammenstoß in einem Park in Winston‑Salem wurden zwei Jugendliche getötet und fünf verletzt. Behörden kündigen Ermittlungen und mögliche Anklagen gegen Erwachsene an, die das Treffen ermöglicht oder geduldet haben sollen.
Nach Angaben der Behörden in Winston‑Salem, North Carolina, leiten Ermittler strafrechtliche Schritte gegen Erwachsene ein, die bei einem geplanten Kampf unter Jugendlichen anwesend gewesen sein und so das Treffen ermöglicht oder geduldet haben sollen. Das Treffen in einem öffentlichen Park endete in einer Schießerei, bei der zwei Teenager, Erubey Romero Medina, 17, und Daniel Jimenez Millian, 16, getötet wurden; fünf weitere Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren erlitten Verletzungen, deren Schwere von kritisch bis leicht angegeben wurde.
Zugleich betonten Polizeichef William H. Penn, Sheriff Bobby Kimbrough Jr. und Bezirksstaatsanwalt Jim O'Neill in einer gemeinsamen Videobotschaft, dass auch Erwachsene zur Verantwortung gezogen werden sollen, die das Treffen unterstützt, gefördert oder nicht verhindert hätten. Penn erklärte, die Behörden wollten deutlich machen, dass das Dulden, Begünstigen oder Beistehen bei delinquentem Verhalten von Jugendlichen nicht toleriert werde; konkrete Namen oder Anklagepunkte nannten die Verantwortlichen zunächst nicht.
Inzwischen erklärten die Ermittler, einige der Verletzten könnten selbst an den Schüssen beteiligt gewesen sein; derzeit würden nach Angaben der Behörden keine weiteren Verdächtigen aktiv gesucht. Die Untersuchung laufe weiter, und zu erwartende strafrechtliche Schritte gegen Erwachsene sollen im Zuge der laufenden Ermittlungen präzisiert werden. Die Tat erhöht zugleich die Zahl der in diesem Jahr registrierten Massenerschießungen in den USA und steht in der Debatte über häusliche Gewalt und Waffengewalt.
Daneben löste das Ereignis in der Lokalbevölkerung Bestürzung und Forderungen nach Verantwortungsübernahme durch Erwachsene aus, die Treffen von Jugendlichen ermöglichen oder begleiten. Sheriff Kimbrough sagte, er sei frustriert und traurig und betonte, die Tragödie hätte vermieden werden können. Weitere Details zu möglichen Anklagen und dem Fortgang der Ermittlungen werden von den Behörden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.