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Ohio: 16 Kinder aus einem Raum in verwahrloster Unterkunft befreit

Behörden fanden in Hamden 16 Kinder im Alter von 1,5 bis 18 Jahren in stark verwahrlostem Zustand; Eltern und Großeltern wurden wegen gefährlicher Kindesvernachlässigung angeklagt.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Ohio: 16 Kinder aus einem Raum in verwahrloster Unterkunft befreit
  • Die Kinder lebten offenbar über Jahre überwiegend in einem etwa 12 x 12 Fuß großen Raum
  • mehrere wurden in Krankenhäuser gebracht, eines lag zeitweise in kritischem Zustand.

Die Kernentwicklung: In einem Haus in Hamden, Ohio, befreiten Einsatzkräfte sechzehn Kinder, die offenbar über weite Strecken der vergangenen vier Jahre in einem einzigen, stark verwahrlosten Raum gehalten wurden. Die Kinder waren zwischen eineinhalb und 18 Jahre alt; es handelt sich um Jungen und Mädchen aus derselben Familie.

Vor Ort fanden Ermittler extreme Hygienemängel vor, darunter erhebliche Verschmutzung durch menschliche Fäkalien und eine hohe bakterielle Belastung. Mehrere Kinder wiesen schwere Entwicklungsverzögerungen auf; einige konnten nicht sprechen, und eine 18-Jährige mit Behinderung war nicht einmal in der Lage, ihren Namen zu buchstabieren. Der Sheriff des Countys beschrieb die Lage als besonders schwerwiegend und sagte, die Kinder hätten den Großteil der Zeit in einem Raum von etwa zwölf Fuß mal zwölf Fuß verbracht.

Medizinisch wurden die Kinder versorgt: Sieben von ihnen wurden in Krankenhäuser in Columbus gebracht, zwei wurden per Hubschrauber in Level-1-Traumazentren geflogen. Ein Kind musste intubiert werden und befand sich in kritischem Zustand. Der Staatsanwalt des Countys stellte Maßnahmen zur Sicherung des Schutzes der Kinder in Aussicht und strebte deren vorübergehende Inobhutnahme durch den Staat an.

Als Tatverdächtige sitzen die Eltern und zwei Großeltern in Haft. Gegen jeden von ihnen wurden 16 Anklagen wegen gefährlicher Kindesvernachlässigung zweiten Grades erhoben, weil dadurch laut Anklage schwerwiegende körperliche Schäden in Kauf genommen worden seien. Ein Richter setzte für vier Beschuldigte auf Anordnung Kautionsbeträge in Höhe von jeweils 300.000 US-Dollar; die Angeklagten erklärten schriftlich nicht schuldig.

Daneben reagierten Anwohner des kleinen Ortes mit Überraschung; in Hamden leben weniger als 1.000 Menschen, und viele Nachbarn sagten, sie hätten nie Kinder an dem Haus gesehen. Die Ermittler äußerten, es habe offenbar kaum Hinweise gegeben, dass Außenstehende über das Ausmaß der Lebensumstände informiert waren.