Progressive Analilia Mejia gewinnt Spezialwahl in New Jersey deutlich und sichert Sitz für Demokraten
Mejia erreicht in frühen Ergebnissen über 70 Prozent und übernimmt den Sitz, den Mikie Sherrill freigemacht hat.
Nach Angaben starker früher Auszählungen gewann Analilia Mejia die Sonderwahl zum Repräsentantenhaus im 11. Kongressdistrikt von New Jersey klar. In ersten Ergebnissen erzielte die Demokratin mehr als 70 Prozent der Stimmen und wird den vakanten Sitz bis Januar übernehmen.
Nach dem Schritt, den Sitz zu besetzen, folgt Mejia auf Mikie Sherrill, die inzwischen Gouverneurin von New Jersey ist. Ihre Kampagne mobilisierte Wähler mit populärökonomischen Botschaften, einer scharfen Haltung gegenüber Donald Trump und dem Forderungspunkt, US Immigration and Customs Enforcement abzuschaffen. Diese Themen zogen Unterstützerinnen und Unterstützer aus dem progressiven Spektrum an, darunter prominente Fürsprecherinnen aus dem Senat und dem Repräsentantenhaus.
Zugleich prägte der Vorwahlkampf die politische Landkarte: Mejia hatte zuvor eine enge demokratische Vorwahl gewonnen, in der sie Tom Malinowski knapp schlug. In der Vorwahl differenzierten sich die Bewerber in der Haltung zum Israel‑Palästina-Konflikt; Mejia nahm dabei eine deutlich kritischere Position gegenüber der israelischen Regierung ein und war die einzige Kandidatin, die die israelischen Aktionen im Gaza‑Krieg als Völkermord bezeichnete.
In der Spezialwahl trat der Republikaner Joe Hathaway gegen Mejia an; seine Kampagne machte ihre linke Ausrichtung zum Hauptangriffspunkt und warb mit dem Versprechen, common‑sense‑Führung zu liefern. Nationale Republikaner bezeichneten Mejia als sozialistisch, während sie selbst betonte, mit ihrer Politik konkrete Verbesserungen für Familien erreichen zu wollen.
Der klare Sieg festigt die Stellung der Demokraten im 11. Bezirk, einem vormals republikanischen Vorstadtgebiet, das seit 2018 zunehmend nach links gerückt ist. Beobachter sehen in Mejia eine Repräsentantin des progressiven Flügels; mögliche Wiederaufstellungen gegen republikanische Herausforderer, darunter Hathaway, bleiben für die reguläre Wahl im November offen.