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Revolution Medicines: Pillen-Wirkstoff verdoppelt in Studie Überlebenszeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Daraxonrasib halbierte das Sterberisiko in einer Phase‑3‑Studie und verdoppelte das mediane Gesamtüberleben im Vergleich zur Standardchemotherapie.

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Titelbild: Revolution Medicines: Pillen-Wirkstoff verdoppelt in Studie Überlebenszeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
Revolution Medicines will schnell eine beschleunigte FDA‑Zulassung anstreben.

Nach Angaben von Revolution Medicines hat das oral verabreichte Medikament daraxonrasib in einer Phase‑3‑Studie bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs sowohl die primären als auch die sekundären Endpunkte erreicht. Das Unternehmen berichtet, das Präparat habe das mediane Gesamtüberleben deutlich verlängert und das Sterberisiko gegenüber üblicher Chemotherapie um 60 Prozent reduziert.

Im Mittelpunkt der Studie standen Überlebensdaten: Menschen, die daraxonrasib erhielten, lebten demnach im Median 13,2 Monate, verglichen mit 6,7 Monaten unter standardmäßiger Chemotherapie — ein Zugewinn von 6,5 Monaten. Revolution Medicines bezeichnete diese Ergebnisse als außergewöhnlich und wies darauf hin, dass ein derart großer Überlebensvorteil in einer Phase‑3‑Studie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs bisher nicht erzielt worden sei.

Gleichzeitig richtet sich daraxonrasib gezielt gegen RAS‑Mutationen, die das Tumorwachstum antreiben und in etwa 90 Prozent der Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs vorkommen. Das Unternehmen erklärt, das Medikament habe ein handhabbares Sicherheitsprofil gezeigt; neue Sicherheitsbedenken seien nicht festgestellt worden. Als bekannte Nebenwirkung wurde ein Hautausschlag genannt, der sich nach Firmenangaben in der Regel medizinisch kontrollieren lasse.

Nach dem Schritt, die Daten zu veröffentlichen, plant Revolution Medicines, zügig einen Zulassungsantrag bei der US‑Arzneimittelbehörde einzureichen und dafür ein Commissioner's National Priority Voucher zu nutzen, das eine beschleunigte Begutachtung innerhalb weniger Monate ermöglicht. Die firmeneigene Strategie sieht vor, die Zulassung zunächst für die Zweitlinientherapie zu beantragen, also für Patienten, deren Tumor unter einer vorherigen Behandlung progredient geworden ist.

Daneben führt das Unternehmen bereits eine weitere Phase‑3‑Studie bei neu diagnostizierten Patientinnen und Patienten durch, um das Einsatzspektrum von daraxonrasib zu erweitern. Revolution Medicines betont, die Ergebnisse könnten die Behandlungspraxis für eine der tödlichsten Krebsarten verändern, die bislang vorwiegend mit zytotoxischer intravenöser Chemotherapie behandelt wird.