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Schießerei in Montreal: Drei Tote, darunter Polizist und mutmaßlicher Täter

Bei einer Schießerei in einem teilweise jüdischen Viertel von Montreal starben ein Polizeibeamter, ein Zivilist und der mutmaßliche Schütze; Ermittler äußerten sich nicht zu einem möglichen Motiv.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Schießerei in Montreal: Drei Tote, darunter Polizist und mutmaßlicher Täter
  • Ein Einsatz am Mittag endete in einer Schießerei mit drei Todesopfern. Ob ein Hassdelikt oder Terror hinter der Tat steckt, blieb offen
  • zugleich wurde eine Verbindung des Angreifers zu einer frauenfeindlichen Extremströ

Die Kernentwicklung: Bei einer Schießerei am Montagmittag in Montreal sind drei Menschen getötet worden, darunter ein Polizeibeamter, ein Zivilist und der mutmaßliche Schütze. Der Vorfall ereignete sich in einem Stadtteil, in dem sich unter anderem koschere Geschäfte und Restaurants befinden; die Tat löste in der Stadt seltene Wellen der Bestürzung aus.

Der Polizeichef von Montreal beschrieb den Einsatz als Tragödie und einen Alptraum für die betroffene Gemeinschaft. Demnach alarmierte ein Anruf gegen 11.35 Uhr die Rettungskräfte wegen einer Person, die eine Waffe aus einem Fenster hielt; als die Polizei am Ort eintraf, sei auf die Einsatzkräfte geschossen worden. Videoaufnahmen zeigten den Angreifer auch außerhalb eines Hotels, weitere Einzelheiten zu Identitäten oder Alter der Beteiligten wurden bislang nicht veröffentlicht.

Die Ermittler machten keine direkten Angaben zu einem möglichen Motiv und ließen offen, ob die Tat als Hassverbrechen oder als terroristische Handlung einzuordnen sei. Es wurde zudem eine Verbindung des Angreifers zur sogenannten incel-Ideologie genannt, einer frauenfeindlichen Extremströmung, die in der Vergangenheit bereits mit Gewalttaten in Verbindung gebracht worden ist. Konkrete Schlussfolgerungen zur Motivlage liegen jedoch noch nicht vor.

Gleichzeitig reagierte die Stadt mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in den unmittelbar betroffenen Teilen des Viertels. Polizei- und Rettungskräfte blieben nach dem Einsatz längere Zeit vor Ort, um Spuren zu sichern und die Ermittlungen voranzutreiben. Zu möglichen weiteren Verletzten, Sachschäden oder einer anhaltenden Gefährdungslage machten die Behörden keine Angaben.

Daneben hinterließ die Tat tiefe Bestürzung in der örtlichen Gemeinschaft, die nun mit den unmittelbaren Folgen und Fragen nach Sicherheit und Schutz umgeht. Die Ermittlungen dauern an; die Behörden kündigten an, weitere Details erst bekanntzugeben, wenn gesicherte Erkenntnisse vorliegen.