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Schnell wachsendes Buschfeuer in Simi Valley treibt Zehntausende zur Evakuierung

Flammen weiten sich schnell aus; mindestens ein Haus beschädigt, Löschhubschrauber werfen Wasser ab

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Titelbild: Schnell wachsendes Buschfeuer in Simi Valley treibt Zehntausende zur Evakuierung
Mehr als 20.000 Menschen in den südlichen Stadtteilen von Simi Valley wurden zu Zwangsevakuierungen aufgefordert, während das Feuer ungehindert weiterwütet.

Nach Angaben örtlicher Stellen brach am Montagmorgen in Simi Valley im Ventura County ein schnell wachsendes Buschfeuer aus, etwa 30 Meilen nordwestlich von Los Angeles. Das Feuer, das in Berichten als Sandy Fire bezeichnet wurde, war kurz nach 10 Uhr gemeldet worden und hatte sich bis etwa 15:30 Uhr auf mehr als 800 Acre ausgedehnt. Die Flammen wurden von kräftigen Böen vorangetrieben, wodurch die Einsatzkräfte rasch auf zahlreiche gefährdete Wohngebiete reagieren mussten.

Im Mittelpunkt der Maßnahmen standen die südlichen Stadtteile von Simi Valley, wo Einsatzkräfte Zwangsevakuierungen für mehr als 20.000 Einwohner anordneten. Die Stadt zählt über 125.000 Bewohner; die Evakuierungsanordnungen betrafen nach Schätzungen zahlreiche Wohngebiete am Fuße der Brandflächen. Aerialaufnahmen lokaler Sender zeigten mindestens ein brennendes Haus, zugleich gaben die Behörden keinen genauen Überblick über die Zahl beschädigter Gebäude.

Nach dem Schritt setzten Einsatzkräfte mehrere Hubschrauber ein, die wiederholt Wasserabwürfe über dem Feuer vornahmen, während dichte Rauchwolken die Nachbarschaften verdunkelten. Die Teams konzentrierten ihre Anstrengungen darauf, das Feuer an Berghängen und steilen Flächen zu halten, um ein Überspringen in die Vororte von Thousand Oaks zu verhindern. Bis zum Nachmittag lag keine Meldung über eine Eindämmung vor; die Lage blieb angespannt, da die Flammen trotz der Löschmaßnahmen rasch voranschritten.

Zugleich wies der National Weather Service auf starke Böen hin, die das Feuer weiter angetrieben hatten: Windspitzen von 20 bis 30 Meilen pro Stunde wurden gemeldet und ein entsprechender Hinweis lief gegen 15 Uhr aus. Ein Sprecher der Feuerwehr des Ventura County erklärte, dass mit abnehmenden Winden am Abend eine gewisse Entspannung der Lage zu erwarten sei. Dennoch stellten die Windverhältnisse am Nachmittag eine wesentliche Herausforderung für die Einsatzkräfte dar.

Daneben schloss das Ronald Reagan Presidential Library and Museum, das wenige Meilen vom Brandherd auf einem Hügel liegt, vorsorglich für den Tag. Die Brandursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen; nähere Details sowie Angaben zu Verletzten und zur Schadenshöhe wurden von den Behörden bislang nicht veröffentlicht.