Schwere Vorwürfe gegen Eric Swalwell: Unterstützer ziehen Unterstützung für Gouverneurskandidatur zurück
Nach Berichten über zwei mutmaßliche sexuelle Übergriffe ziehen führende Demokraten und kalifornische Gewerkschaften ihre Unterstützung für den Abgeordneten zurück; die Manhattan District Attorney prüft einen Vorfall aus 2024.
Nach Angaben des Kandidaten sind die Vorwürfe gegen ihn absolut falsch; Eric Swalwell erklärte in einem Video, er werde das Wochenende mit Familie und Freunden verbringen und bald ein Update geben. Zugleich sagte sein Team mehrere Termine ab, darunter eine geplante Veranstaltung in Palm Springs. Swalwell bestreitet die Anschuldigungen entschieden und kündigte an, sich energisch zu verteidigen.
Im Mittelpunkt der Reaktionen stand der schnelle Rückzug prominenter Unterstützer. Senator Adam Schiff forderte Swalwell auf, seine Kampagne zu beenden. Rep. Jimmy Gomez, der an der Kampagnenführung beteiligt war, erklärte, seine Rolle sofort niederzulegen. Mehrere einflussreiche kalifornische Gewerkschaften zogen daraufhin ihre Unterstützung zurück oder setzten sie aus: Die California Service Employees International Union zog ihre offizielle Unterstützung zurück, die California Teachers Association suspendierte ihre Unterstützung, und die California Federation of Labor kündigte an, weitere Schritte zu prüfen.
Gleichzeitig äußerten führende Demokraten Besorgnis über die Schwere der Anschuldigungen. Gouverneur Gavin Newsom nannte die aus mehreren Quellen vorgebrachten Vorwürfe zutiefst beunruhigend und betonte, sie müssten ernst genommen werden. Ehemalige Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi sprach persönlich mit Swalwell und forderte, dass die Angelegenheit außerhalb des Wahlkampfs geprüft werde.
Daneben ist auch die Justiz eingeschaltet: Die mutmaßliche Tat im Jahr 2024 soll sich in New York ereignet haben, und die Manhattan District Attorney's Office erklärte, sie untersuche den Fall und bitte Personen mit relevanten Informationen, sich beim Special Victims Division zu melden. Die Anschuldigungen traten in einer kritischen Phase des richtungsweisenden Vorwahlkampfs auf; in Kalifornien werden die Wählerinnen und Wähler in Kürze per Briefwahl Unterlagen erhalten, bevor am 2. Juni gewählt wird.
Unterdessen spitzt sich die Lage für Swalwell in kurzer Zeit zu: Innerhalb weniger Stunden verlor er zentrale Unterstützung aus Partei und Gewerkschaften, und die Vorwürfe prägen nun die Debatte im weit geöffneten Feld der Gouverneursbewerber. Beobachter erwarten, dass die kommenden Tage nicht nur über den Fortbestand seiner Kandidatur, sondern auch über mögliche weitere politische Folgen entscheiden werden.