Senatorin Duckworth fordert Rückkehr zur Schuhe-aus-Sicherheitskontrolle nach Warnung vor Lücke
Die Demokratin fordert die Wiedereinführung der Pflicht zum Schuhe-Ausziehen bei Sicherheitskontrollen und warnt vor einer möglichen Sicherheitslücke nach Tests des DHS-Inspekteurs.
Senatorin Tammy Duckworth hat in einem Schreiben an die stellvertretende Administratorin der Transportation Security Administration (TSA), Ha Nguyen McNeill, die Abschaffung der Pflicht zum Ausziehen der Schuhe bei Flughafen-Sicherheitskontrollen scharf kritisiert und deren Rücknahme gefordert. Die Demokratin aus Illinois bezeichnete die im Juli eingeführte Schuhe-an-Politik der früheren Heimatschutzministerin Kristi Noem als rücksichtslos und sprach von einer potenziell katastrophalen Sicherheitslücke.
Duckworth stützt ihre Forderung auf Erkenntnisse aus verdeckten Tests des Office of the Inspector General des Department of Homeland Security (DHS), wonach einige Vollkörperscanner Schuhe nicht korrekt erfassen könnten. Aus diesem Grund verlangt sie, Passagiere wieder grundsätzlich zum Ausziehen der Schuhe zu verpflichten, bis technische oder verfahrensmäßige Mängel behoben sind.
In dem Schreiben machte die Senatorin zudem geltend, die Entscheidung Noems sei offenbar ohne ausreichende Abstimmung mit der TSA getroffen worden. Duckworth ist ranghöchtes Mitglied des Senatsausschusses für Handel, Wissenschaft und Verkehr und Vorsitzende der Luftfahrt-Subkommission; in dieser Position hebt sie die Sicherheitsrelevanz der Frage hervor. Sie erinnerte an den Ursprung der Schuhe-aus-Regel, die nach dem gescheiterten Anschlagsversuch des sogenannten Schuhbombers Richard Reid im Dezember 2001 eingeführt worden war.
Die Kritik an Noems Entscheidung kommt gleichzeitig mit weiteren Überlegungen innerhalb des DHS: Es hatte Berichte gegeben, dass auch Beschränkungen für Flüssigkeiten im Handgepäck neu bewertet worden seien, wobei medizinisch notwendige Flüssigkeiten bereits in bestimmten Fällen ausgenommen sind. Duckworth brachte außerdem praktische Folgen der aktuellen Lage zur Sprache: US-Flughäfen sehen sich mit verlängerten Sicherheitskontrollschlangen konfrontiert, nachdem während einer lang andauernden teilweisen Regierungsabschaltung Hunderte TSA-Mitarbeiter die Behörde verlassen hatten. Ausstehende Gehaltszahlungen seien inzwischen rückwirkend beglichen worden.
TSA und DHS äußerten sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Vor diesem Hintergrund fordert Duckworth ein sofortiges Zurücknehmen der Schuhe-an-Politik oder zumindest die Einführung kurzfristiger Maßnahmen, die die fraglichen Vollkörperscanner zuverlässig ergänzen, um das Sicherheitsniveau an US-Flughäfen wiederherzustellen.