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Senatorin Duckworth fordert Rücknahme der neuen Schuhe-an-Sicherheitsregel an US-Flughäfen

Die Senatorin fordert die Rücknahme der im vergangenen Juli eingeführten Schuhe-an-Regel und beruft sich auf Tests des Heimatschutz-Inspektors, die Schwächen bei der Erkennung von Schuhen durch Ganzkörperscanner nahelegen.

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Titelbild: Senatorin Duckworth fordert Rücknahme der neuen Schuhe-an-Sicherheitsregel an US-Flughäfen
Tammy Duckworth verlangt von der TSA die Wiedereinführung der Schuhe-Aus-Praxis, nachdem Inspektorentests mögliche Lücken bei der Schuherfassung aufgezeigt haben.

Senatorin Tammy Duckworth hat die Transportation Security Administration aufgefordert, die im vergangenen Juli eingeführte Regel zu Schuhen an den Sicherheitskontrollen zurückzunehmen. In einem Schreiben an die stellvertretende Administratorin der Behörde bezeichnete die Demokratin aus Illinois die Aufhebung der bisher gültigen Schuhe-Aus-Pflicht als rücksichtslose Entscheidung, die eine neue Sicherheitslücke schaffen könne.

Duckworth stützt ihre Forderung auf Erkenntnisse des Büros des Heimatschutz-Inspektors, das verdeckte Tests durchgeführt haben soll. Nach Angaben der Senatorin ergaben diese Tests, dass einige der eingesetzten Ganzkörperscanner Schuhe nicht zuverlässig erfassen können. Das Inspektorenamt habe demnach festgestellt, dass die Änderung der Praxis eine verwundbare Stelle im Sicherheitssystem geschaffen habe.

Die Schuhe-an-Regel war nach fast zwei Jahrzehnten aufgehoben worden; die bisherige Pflicht, Schuhe vor der Kontrolle auszuziehen, war nach dem vereitelten Anschlagsversuch von Richard Reid im Jahr 2001 eingeführt worden. Duckworth forderte die TSA auf, die Entscheidung der früheren Heimatschutzministerin rückgängig zu machen und gegebenenfalls Korrekturmaßnahmen umzusetzen, falls die Mängel bei der Scan-Erfassung bestätigt werden.

In ihrem Schreiben verband die Senatorin die Forderung mit weiterer Kritik an jüngsten Lockerungen im Luftverkehrsrecht und warnte davor, Erkennungsfähigkeiten der Kontrollen zu verringern. Sie betonte, dass solche Maßnahmen unverzüglich korrigiert werden müssten, um das Risiko zu senken, dass gefährliche Gegenstände an Bord von Flugzeugen gelangen.

Duckworth wies zudem auf die derzeitigen Belastungen im Betrieb der Flughafensicherheitskontrollen hin. Nach einem teilweisen Regierungsstillstand sei die TSA mit Personalverlusten konfrontiert, was zu längeren Wartezeiten an den Kontrollen geführt habe. Weder die TSA noch das Heimatschutzministerium lagen umgehend mit einer Stellungnahme vor.

Als ranghohes Mitglied im Luftfahrtunterausschuss des Senatsausschusses für Handel, Wissenschaft und Verkehr unterstrich die Senatorin, dass die Behörde schnell handeln müsse, sollte sich die Schwäche bei der Schuherfassung bestätigen. Sie forderte die sofortige Wiederherstellung strengeren Vorgehens, um mögliche Sicherheitsrisiken an US-Flughäfen zu minimieren.