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Senior‑Minister und über 70 Labour‑Abgeordnete fordern Keir Starmer zum Rücktritt auf

Nach schweren Wahlniederlagen verlangen führende Kabinettsmitglieder einen geordneten Machtwechsel, während sich innerhalb der Partei tiefe Spannungen offenbaren.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Senior‑Minister und über 70 Labour‑Abgeordnete fordern Keir Starmer zum Rücktritt auf
  • Zwei ranghohe Minister fordern einen klaren Übergabeplan
  • zugleich zeigen sich im Kabinett widersprüchliche Auffassungen über das weitere Vorgehen.

Nach Angaben von Parteikreisen steht die Führung von Keir Starmer unter massivem Druck, nachdem große Teile der Labour‑Fraktion öffentlich seinen Rücktritt gefordert haben. Mehr als 70 Abgeordnete verlangen demnach, dass Starmer sein Amt niederlegt; gleichzeitig fordern mehrere Kabinettsmitglieder den Premier zu einer verbindlichen Regelung für eine geordnete Übergabe auf, um eine anhaltende Führungskrise zu vermeiden.

Im Mittelpunkt der Kritik stehen zwei prominente Minister: Außenministerin Yvette Cooper und Innenministerin Shabana Mahmood sollen demnach gegenüber Starmer gefordert haben, die Verantwortung für einen planbaren Übergangsprozess zu übernehmen. Ihr Vorgehen signalisiert, dass wichtige Teile der Führungsspitze einen zeitnahen und strukturierten Wechsel bevorzugen, statt eine längere Phase der Unsicherheit.

Inzwischen zeichnen sich innerhalb des Kabinetts unterschiedliche Strategien ab. Zwei weitere Minister, denen eine zurückhaltende Haltung zugeschrieben wird – John Healey und David Lammy – boten dem Premier Gespräche an, um einen verantwortlichen, würdevollen und geordneten Ablauf zu gestalten. Dem stehen Kabinettsmitglieder gegenüber, die Starmer ausdrücklich zur Fortsetzung seiner Amtsführung ermutigen; Richard Hermer und Steve Reed gelten als Vertreter dieser Linie.

Daneben sorgte der Umgang mit Andy Burnham und Wes Streeting für zusätzliche Spannungen in der Führungsebene. Mehrere Quellen machen die beiden Minister dafür verantwortlich, Unterstützer zur öffentlichen Forderung nach einem Rücktritt motiviert zu haben, was innerhalb des Kabinetts für erhebliche Verstimmung sorgte. Ein Mitglied der Regierung beschrieb die Lage als differenziert, mit abweichenden Auffassungen darüber, was im Interesse von Partei und Land sei.

Zugleich markiert die Entwicklung eine scharfe Zäsur für die Labour‑Führung nach den jüngsten Wahlniederlagen. Die Kombination aus öffentlichem Druck von mehr als 70 Abgeordneten und den Stellungnahmen führender Minister erhöht den Erwartungsdruck auf Starmer, kurzfristig eine Entscheidung über seinen Verbleib zu treffen und einen möglichen Übergangsmodus zu skizzieren. Konkrete Termine oder Beschlüsse wurden bislang nicht genannt.