Tarifkonflikt: Vereinigung Cockpit ruft Piloten der Lufthansa-Gruppe zu 48‑stündigem Streik auf
Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft Beschäftigte der Lufthansa‑Konzernmarken zu einem zweitägigen Ausstand auf; Verbindungen in den Nahen Osten bleiben ausgenommen.
- Beginn 13. April, 00:01 Uhr
- Dauer 48 Stunden
- Eurowings‑Abflüge in Deutschland betroffen
- Aufruf zur Teilnahme an Ufo‑Kundgebung in Frankfurt.
Nach Angaben der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat sie ihre Mitglieder bei der Lufthansa und mehreren Tochterunternehmen zu einem 48‑stündigen Streik aufgerufen. Der Ausstand soll demnach am 13. April um 00:01 Uhr beginnen und betrifft die Kernmarke Lufthansa sowie die Töchter Lufthansa Cargo und CityLine.
Zugleich erklärte die Gewerkschaft, dass bei Eurowings alle Abflüge von deutschen Flughäfen am 13. April von den Arbeitskampfmaßnahmen erfasst werden. Flüge in die Region des Nahen Ostens bleiben nach Angaben der VC ausgenommen und sollen planmäßig durchgeführt werden.
Im Mittelpunkt der Arbeitsniederlegung stehen festgefahrene Tarifverhandlungen über die betriebliche Altersversorgung und die Vergütung, so VC‑Präsident Andreas Pinheiro. Die Gewerkschaft bewertet die bisher vorgelegten Kompromissangebote der Arbeitgeberseite als unzureichend und sieht im Streik ein Druckmittel, um ihre Forderungen durchzusetzen.
Daneben rief die VC ihre Mitglieder dazu auf, sich an einer für Mittwoch geplanten Kundgebung der Flugbegleitergewerkschaft Ufo am Frankfurter Flughafen zu beteiligen. Die koordinierte Aktion verdeutlicht die Annäherung unterschiedlicher Berufsgruppen innerhalb der Airlinebranche in den laufenden Tarifauseinandersetzungen.
Gegenwärtig liegen keine Hinweise auf zusätzliche Verhandlungsangebote vor, die einen vorzeitigen Abbruch des Ausstands zur Folge haben könnten. Die Ankündigung setzt den Luftverkehr und die Flughafenlogistik kurzfristig unter Druck und signalisiert deutliche Auswirkungen auf den Flugplan am 13. April.