Top‑Demokrat im Energieausschuss fordert Aufklärung über Vorbereitungen auf Schließung der Straße von Hormus
Senator Martin Heinrich verlangt vom Energieministerium Unterlagen und Erläuterungen dazu, ob die mögliche Sperrung der Straße von Hormus vor und nach Beginn des Kriegs mit Iran geprüft und vorbereitet wurde.
Nach Angaben von Sen. Martin Heinrich, dem ranghöchsten Demokraten im Senatsausschuss für Energie und natürliche Ressourcen, hat er in einem Schreiben an Energieminister Chris Wright Aufklärung zu den Vorbereitungen auf eine mögliche Schließung der Straße von Hormus verlangt.
Im Mittelpunkt der Anfrage steht die Frage, ob das Department of Energy Berichte oder Bewertungen erstellt hat, die die Auswirkungen einer Sperrung der Meerenge auf nationale und internationale Energiemärkte analysieren — sowohl vor dem Ausbruch des Kriegs mit Iran als auch während der Kampfhandlungen. Heinrich forderte Wright auf, alle derartigen Analysen vorzulegen und offenzulegen, ob sie dem Weißen Haus oder anderen Kabinettsstellen zur Verfügung gestellt worden seien.
Nach dem Schritt verlangte der Senator außerdem Einschätzungen zu möglichen Schäden an energiebezogener Infrastruktur in der Persischen Golfregion. Er bat das Ministerium um Dokumente, die Bewertungen zu direkten Auswirkungen auf Förder-, Transport- und Raffineriekapazitäten enthalten, sowie um Darstellungen der erwarteten Folgen für die Versorgungssicherheit und die inländischen Verbraucherpreise.
Daneben richtet Heinrich Fragen an Wright zur Entstehung eines umstrittenen Beitrags auf der Plattform X vom 10. März. In dem Post soll der Energieminister fälschlich angegeben haben, die US‑Marine habe einen Tanker erfolgreich durch die Straße von Hormus eskortiert. Der Senator verlangt Aufklärung darüber, welche Informationen dem Beitrag zugrunde lagen und warum eine falsche Darstellung veröffentlicht wurde.
Heinrich warnt in dem Schreiben, die Entscheidung, in den Krieg zu ziehen, habe bereits erhebliche Verwerfungen auf den Energiemärkten ausgelöst. Ohne eine kohärente Strategie zur Stabilisierung der Märkte könnten Verbraucher mit anhaltend höheren Kosten rechnen, heißt es in dem Brief. Der Senator verlangt deshalb nicht nur die Analysen zur Schließung der Meerenge, sondern auch Angaben zu geplanten Maßnahmen, mit denen die Bundesregierung Risiken für die heimische Energieversorgung mindern will.