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Trump nominiert Erica Schwartz zur Leiterin der CDC

Der Präsident schlägt die frühere stellvertretende Surgeon General zur Leitung der Seuchenbehörde vor; eine Bestätigung durch den Senat ist noch erforderlich.

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Titelbild: Trump nominiert Erica Schwartz zur Leiterin der CDC
Erica Schwartz, Rear Admiral der US Coast Guard und frühere stellvertretende Surgeon General, benötigt die Zustimmung des Senats, um CDC‑Direktorin zu werden.

Nach Angaben des Weißen Hauses hat Präsident Donald Trump Erica Schwartz zur Leiterin der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) nominiert. Die Entscheidung verkündete er auf seiner Social‑Media‑Plattform und beschrieb Schwartz als incredibly talented; bevor sie offiziell das Amt antreten kann, muss der Senat der Nominierung zustimmen.

Im Mittelpunkt von Schwartzs Karriere steht ein langjähriger Dienst in uniformierten Gesundheitsdiensten: Sie trägt den Rang Rear Admiral in der US Coast Guard und war bereits während Trumps erster Amtszeit stellvertretende Surgeon General. Über mehr als zwei Jahrzehnte bekleidete sie Positionen bei der US Navy, im Public Health Service Commissioned Corps und in der Coast Guard, wodurch sie Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen staatlicher Gesundheitsdienste mitbringt.

Zugleich verfügt Schwartz über ein breites akademisches Profil. Ihr Lebenslauf nennt einen Abschluss in Biomedizintechnik, einen medizinischen Abschluss von der Brown University, einen Master in Public Health von der Uniformed Services University of the Health Sciences sowie einen Juris Doctor der University of Maryland. Ihre Amtszeit als stellvertretende Surgeon General wird für den Zeitraum 2019 bis 2021 angegeben.

Inzwischen steht die CDC seit dem Amtsantritt Trumps im Januar unter besonderer Beobachtung. An der Spitze der Behörde gab es wiederholt Wechsel und teils nur interimistische Besetzungen; zuletzt hatte Jay Bhattacharya als Acting Director gedient, dessen Bezeichnung jedoch nach den Regelungen des Vacancies Act auslief. Zuvor war Susan Monarez kurzzeitig vom Senat bestätigt worden und später entlassen worden.

Daneben hat die Gesundheitsführung im Departement unter dem amtierenden Gesundheitsminister Schritte unternommen, die Debatten um Impfforschung und -beratung ausgelöst haben. Interessenvertreter fordern vor diesem Hintergrund Transparenz und eine unabhängige Führung der CDC; die Organisation Protect Our Care forderte Schwartz auf, sich ausdrücklich zur Sicherheit und Wirksamkeit von Impfungen zu bekennen.

Schwartz muss nun die reguläre Senatsbestätigung durchlaufen, bevor sie offiziell die Leitung der in Atlanta ansässigen Behörde übernehmen kann. Bis zu einer Entscheidung des Senats bleibt die Nominierung eine entscheidende Weichenstellung für die künftige Ausrichtung des US‑Seuchenschutzes.