Trump verlängert Waffenstillstand mit Iran und fordert einheitlichen Friedensvorschlag
US-Präsident nennt innere Zerwürfnisse in Teheran als Grund; Besuch des Vizepräsidenten in Pakistan verschoben
- Trump verlängert Waffenstillstand, fordert einen einheitlichen Friedensvorschlag
- iranische Vertreter kritisieren US-Blockade und warnen vor Vergeltung.
Nach Angaben des Weißen Hauses hat Präsident Donald Trump die von den USA verhängte zweiwöchige Feuerpause mit Iran verlängert. Er erklärte, die Verlängerung sei nötig, weil die iranische Regierung stark zerrissen erscheine und erst ein gemeinsamer Vorschlag aus Teheran vorliegen müsse, damit Verhandlungen abgeschlossen werden könnten.
Im Mittelpunkt der Anordnung stand Trumps Forderung, dass iranische Führungspersonen und deren Vertreter eine einheitliche Vorlage zur Beendigung des Konflikts mit den USA und Israel vorlegen müssten. Zugleich ordnete der Präsident an, die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine fortzusetzen und die militärische Bereitschaft nicht zu reduzieren, bis eine Entscheidung getroffen sei.
Nach dem Schritt folgten Berichte über eine Verschiebung geplanter Gespräche: Ein ursprünglich erwarteter Besuch von Vizepräsident J.D. Vance in Pakistan zur Fortsetzung der Verhandlungen mit iranischen Vertretern wurde demnach auf Eis gelegt. Iranische Stellen hätten über einen pakistanischen Vermittler mitgeteilt, dass Verhandlungsdelegierte aus Teheran nicht zu weiteren Treffen erscheinen würden, was als Hinweis auf interne Uneinigkeit in der iranischen Führung gewertet wurde.
Gleichzeitig äußerten iranische Offizielle scharfe Kritik an der US-Politik. Ein Berater des Sprechers des iranischen Parlaments bezeichnete die Verlängerung des Waffenstillstands als Taktik, um Zeit für einen möglichen Überraschungsangriff zu gewinnen, und verglich die anhaltende Seeblockade mit einer Bombardierung, die seiner Ansicht nach mit militärischen Gegenmaßnahmen beantwortet werden müsse.
Unterdessen betonte das Weiße Haus, die Entscheidung solle Raum für eine von allen Seiten akzeptierte Lösung schaffen, ohne die Bereitschaft zu militärischen Maßnahmen aufzugeben. Zentrale Streitpunkte bleiben die Kontrolle der Meereswege im Persischen Golf und die Frage, unter welchen Bedingungen die Straße von Hormus vollständig wieder geöffnet wird. Solange Teheran keinen einheitlichen Vorschlag vorlegt und keine neue Verhandlungsrunde stattfindet, bleibt der Status quo aus Blockade und erhöhter Bereitschaft bestehen.