Trump verlängert Waffenstillstand mit Iran und verlangt einheitlichen Friedensvorschlag
Präsident Donald Trump verlängert den zweiwöchigen Waffenstillstand, bis Teheran einen gemeinsamen Friedensvorschlag vorlegt; die US‑Marineblockade am Persischen Golf bleibt bestehen.
- Waffenstillstand wird verlängert «bis» ein einheitlicher iranischer Vorschlag vorliegt
- Blockade in der Straße von Hormus bleibt aktiv.
Nach Angaben des Weißen Hauses hat US‑Präsident Donald Trump den ursprünglich auf zwei Wochen angelegten Waffenstillstand mit Iran verlängert. Als Begründung nannte er die innenpolitische Zerrissenheit in Teheran und forderte, dass iranische Führungspersonen und ihre Vertreter zunächst einen einheitlichen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorlegen müssten.
Trump hatte zuvor erklärt, die Feuerpause ende am Mittwoch; in seiner jüngsten Mitteilung verknüpfte er die Verlängerung jedoch ausdrücklich mit dem Vorliegen dieser einheitlichen Vereinbarung. Er wies das Militär zugleich an, die bereits verhängte Blockade iranischer Häfen fortzusetzen und die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten, bis eine solche Vorlage vorliege.
Unmittelbar reagierten iranische Politiker auf die US‑Entscheidung. Ein Berater des Parlamentspräsidenten Mohammad Baqer Qalibaf wertete die Verlängerung als Taktik, um Zeit für einen möglichen Überraschungsangriff zu gewinnen, und kritisierte die andauernde Blockade als militärische Aggression, die eine Gegenantwort erfordere. Teheran warf den USA zudem vor, Verpflichtungen aus einem zuvor vorgelegten Zehn‑Punkte‑Rahmen verletzt zu haben.
Gleichzeitig blieb ein zentraler Streitpunkt ungelöst: Trump stellte die Fortführung des Waffenstillstands unter die Bedingung, die Straße von Hormus wieder vollständig zu öffnen. Nach den ersten Verhandlungsschritten blieb der Schiffsverkehr in der Passage jedoch eingeschränkt, woraufhin die US‑Marine die Blockade in der Region aufrechterhielt.
Daneben verdeutlichen die jüngsten Entwicklungen die prekäre Lage der Verhandlungen: Zwar besteht vorerst eine Feuerpause, doch der Fortbestand des Waffenstillstands ist an Bedingungen geknüpft, die bislang nicht erfüllt sind. Solange Iran keinen einheitlichen, verbindlichen Vorschlag präsentiert und die Verkehrswege in der Straße von Hormus nicht weitgehend normalisiert werden, bleibt die militärische Präsenz der USA in der Region bestehen und das Risiko weiterer Eskalationen erhalten.