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Trump wechselt binnen Tagen zwischen Drohungen und Zurückrudern zu Iran, Öl und Straße von Hormus

In der fünften Kriegswoche wechseln Trumps Aussagen scharf: von der Forderung nach iranischem Öl bis zur Behauptung, die Straße von Hormus könnten nach einem US-Abzug andere Staaten öffnen.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Trump wechselt binnen Tagen zwischen Drohungen und Zurückrudern zu Iran, Öl und Straße von Hormus
Zwischen Drohungen gegen iranische Infrastruktur und Signalen für einen schnellen Rückzug schwanken die Positionen des Präsidenten zu Öl, Kharg-Insel und der Straße von Hormus.

Innerhalb weniger Tage präsentierte US-Präsident Donald Trump eine Reihe widersprüchlicher Aussagen zu Zielen und Vorgehen im Konflikt mit Iran. Zunächst erklärte er, der Krieg habe nichts mit Öl zu tun; kurze Zeit später schrieb er jedoch auf Social Media, die Vereinigten Staaten sollten das Öl nehmen und ein Vermögen machen. In einem Interview mit der Financial Times brachte er zudem in die Diskussion, man könne die Kharg-Insel in Erwägung ziehen, die einen Großteil der iranischen Exportkapazitäten abwickelt, und sagte: Vielleicht nehmen wir Kharg Island, vielleicht tun wir es nicht. Wir haben viele Optionen.

Neben solchen Angleichungen an härtere Schlagzeilen wechselten Trumps Äußerungen zwischen verhandelnden Tönen und offenbaren Drohungen. An Bord von Air Force One sagte er, Iran habe den USA in einer 15-Punkte-Liste größtenteils zugestimmt, und deutete damit Fortschritte in Verhandlungen an. Zugleich drohte er auf seiner Plattform, das Land teilweise oder vollständig zu zerstören, sollte die Straße von Hormus nicht umgehend geöffnet werden, und kündigte harte Angriffe auf iranische Stromerzeugungsanlagen und Ölinstallationen an, falls keine schnelle Einigung zustande komme.

Auch in seiner Haltung gegenüber einem möglichen US-Ausstieg aus dem Konflikt gab es Widersprüche. In einem Fernsehauftritt und in weiteren öffentlichen Kommentaren stellte Trump in Aussicht, die USA könnten sich rasch zurückziehen und damit anderen Staaten die Möglichkeit geben, die Straße von Hormus wieder für Öltransporte zu nutzen. Parallel dazu betonte er in einer Ansprache, dass die strategischen Kernziele sich dem Abschluss näherten, und signalisierte zugleich, dass in den kommenden Wochen weitere Angriffe auf Infrastruktur möglich seien.

Teheran reagierte entschieden auf die wechselnden US-Signale. Der Sprecher des Parlaments wies Annahmen über Verhandlungserfolge zurück und erklärte, Iran lasse sich nicht zur Kapitulation zwingen. Die Revolutionsgarde machte deutlich, die Straße von Hormus liege unter ihrer Kontrolle und werde nicht den Feinden der Nation geöffnet. Die jüngsten öffentlichen Widersprüche in der US-Führung verweisen damit auf eine Phase unklarer Zielsetzung und uneinheitlicher Kommunikation über Mittel, mögliche Ausstiegswege und die künftige Rolle anderer Staaten in der Region.