Trumps Grenzmauerpläne sollen durch Big Bend Nationalpark und Ranchland führen
Anwohner berichten von Bautrupps und Straßenaufweitungen; Behördenkarte weist primäres Grenzwall‑System im Park aus
Nach Angaben von Anwohnern begannen im späten März Bautrupps, eine unbefestigte Zuwegung an der Chispa Road nahe der US‑mexikanischen Grenze im Big Bend‑Gebiet auszubauen. Rancher vor Ort schildern, die Arbeiten dienten dazu, die Straße für Schwertransporte vorzubereiten, die 30 Fuß hohe Stahlpfeiler bringen sollen — offenbar ein erster Schritt zum Aufbau einer neuen Grenzmauer.
Im Mittelpunkt der Kontroverse steht eine Aktualisierung der interaktiven Smart Wall Map der US‑Grenzschutzbehörde, die laut Berichten nun ein primäres Grenzwall‑System innerhalb des Big Bend Nationalpark sowie im angrenzenden Big Bend Ranch State Park ausweist. Zugleich hätten Bewohner im Februar Mitteilungen erhalten, dass ihr Land als möglicher Standort für Mauerabschnitte identifiziert worden sei.
Nach dem Schritt, Straßen aufzuwerten, befürchten Betroffene gravierende Einschnitte: Die geplanten Trassen würden sowohl öffentliches Parkland als auch private Ranches betreffen, Weideland zerschneiden, den Zugang zum Rio Grande beschränken und wichtige Wanderkorridore für Wildtiere unterbrechen. Betreiber von Reit‑ und Ausflugsangeboten sehen dadurch ihre Existenz bedroht, weil der Tourismus die Hauptquelle von Einkommen in der Region ist.
Zugleich formiert sich in der Region ungewöhnlich breiter Widerstand. Konservative Landbesitzer, lokale Behörden, Umweltschützer und Geschäftsleute äußern gemeinsame Kritik an den Eingriffen und warnen vor langfristigen ökologischen Schäden, eingeschränktem öffentlichem Zugang zum Fluss und erheblichen wirtschaftlichen Folgen für Gemeinden, die stark vom Tourismus abhängen.
Inzwischen betonen Anwohner, die geplanten Eingriffe würden nicht nur Flächen und Wege beeinträchtigen, sondern auch kulturelle und familiäre Bindungen zerschneiden. Für viele Familien, deren Leben seit Generationen mit dem Land verknüpft ist, stünden nicht nur Flächen zur Disposition, sondern historische Grabstätten und vertraute Lebensräume, die durch eine Mauer praktisch abgeschnitten würden.