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Ungewisse Vorwahl in Kalifornien: Becerra vorn, enges Rennen um zweiten Platz im Gouverneursrennen

Wähler in Kalifornien entschieden in einer Nonpartisan‑Vorwahl über das Gouverneursamt, das Los‑Angeles‑Bürgermeisteramt und zahlreiche Kongresskandidaturen; langsame Auszählung könnte enge Rennen verzögern.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Ungewisse Vorwahl in Kalifornien: Becerra vorn, enges Rennen um zweiten Platz im Gouverneursrennen
  • Xavier Becerra liegt knapp vorn
  • Steve Hilton und Tom Steyer liefern sich ein enges Duell um Platz zwei.

Nach Angaben der vorliegenden Berichterstattung blieb am Wahltag in Kalifornien unklar, wer sich in mehreren Schlüsselwettbewerben durchsetzt. Betroffen sind vor allem das Rennen um das Gouverneursamt, der Kampf um das Bürgermeisteramt von Los Angeles und eine Reihe umkämpfter Kongresswahlbezirke. Die Wahllokale schlossen um 20 Uhr Ortszeit; das Bundesland ist allerdings für eine langsame Stimmauszählung bekannt, sodass bei knappen Ergebnislagen mit Verzögerungen zu rechnen ist.

Im Mittelpunkt steht die Nachfolge des wegen Amtszeitbegrenzung scheidenden Gouverneurs Gavin Newsom. In den zuletzt veröffentlichten Umfragen liegt der frühere US‑Gesundheitsminister Xavier Becerra vorn, mit nur geringem Abstand zu seinen Verfolgern. Zwei Erhebungen zeigten Becerra an der Spitze, wobei Steve Hilton und Tom Steyer in einem engen Wettstreit um den zweiten Platz stehen. Angesichts dieses Dreikampfs gewinnt die Frage nach der exakten Endplatzierung zusätzliche Bedeutung.

Nach dem Schritt, den die kalifornische Nonpartisan‑Vorwahl vorsieht, ziehen unabhängig von Parteizugehörigkeit nur die beiden Stimmenstärksten in die reguläre Wahl im November ein. Deshalb entscheidet die Tagesplatzierung über das Weiterkommen; wer Platz zwei verfehlt, scheidet aus dem Rennen aus. Beobachter sehen in der fragmentierten Kandidatenlandschaft und den engen Umfragewerten einen Nährboden für politische Volatilität in den kommenden Wochen.

Zugleich haben die Vorwahlergebnisse Auswirkungen auf die Zusammensetzung der kalifornischen Delegation im Repräsentantenhaus. In neu zugeschnittenen Distrikten stehen mehrere potenziell richtungsweisende Duelle an, die Einfluss darauf nehmen könnten, welche Partei im November um die Kontrolle des Repräsentantenhauses kämpft. Zwar behalten die Demokraten einen Registrierungsvorteil, doch Unzufriedenheit mit Lebenshaltungskosten und nationaler Politik wirkt sich auf das Stimmverhalten aus und erschwert Prognosen.

In Los Angeles zeichnet sich eine gespaltene Wählerschaft ab. Die Unterstützung für Amtsinhaberin Karen Bass ist umkämpft, während mehrere Herausforderer nennenswerte Zustimmung sammeln. Wegen der langsamen Auszählung und der knappen Umfragewerte ist zu erwarten, dass viele Schlüsselergebnisse erst in den kommenden Tagen Klarheit bringen werden.