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United Airlines senkt Prognose für 2026 nach Anstieg der Kerosinpreise

Carrier kürzt bereinigte Ergebnisprognose für 2026 deutlich und passt Kapazitätsplanung angesichts gestiegener Kerosinpreise an.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: United Airlines senkt Prognose für 2026 nach Anstieg der Kerosinpreise
United senkt die bereinigte Ergebnisprognose für 2026 auf 7 bis 11 US-Dollar je Aktie und macht höhere Jet‑Fuel‑Kosten für die Revision verantwortlich.

Nach Angaben von United Airlines hat die Fluggesellschaft ihre bereinigte Ergebnisprognose für 2026 spürbar nach unten korrigiert. Die Spanne wurde von ursprünglich 12 bis 14 US-Dollar je Aktie auf nun 7 bis 11 US-Dollar gesenkt; als Begründung nennt das Unternehmen den deutlichen Anstieg der Jet‑Fuel‑Preise infolge des Kriegs in der Region um Iran.

Im Mittelpunkt der Quartalszahlen standen dennoch über den Erwartungen liegende Ergebnisse: United meldete für das erste Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,19 US-Dollar gegenüber prognostizierten 1,07 US-Dollar. Der Umsatz kletterte um mehr als zehn Prozent auf 14,61 Milliarden US-Dollar, und der Nettogewinn stieg auf 699 Millionen US-Dollar, was einem Zuwachs von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Zugleich gab das Management konkrete Annahmen zur Entwicklung der Treibstoffkosten bekannt. Für das zweite Quartal rechnet United mit einem durchschnittlichen Kerosinpreis von 4,30 US-Dollar pro Gallone. Das Unternehmen erwartet, dass die Erlöse einen Teil des Anstiegs ausgleichen: für das zweite Quartal peilt es eine Deckung von 40 bis 50 Prozent an, für das dritte Quartal bis zu 80 Prozent und bis zum Jahresende zwischen 85 und 100 Prozent.

In Reaktion auf die gestiegenen Kosten plant United operative Anpassungen an seinem Flugprogramm. Die Fluggesellschaft kündigte an, die Flugpläne zu überarbeiten und die Kapazitätsplanung für die zweite Jahreshälfte flach bis leicht steigend zu halten; erwartet wird ein Kapazitätswachstum von null bis rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal war die Kapazität noch um 3,4 Prozent gewachsen.

Daneben spiegeln die Prognosen die Diskrepanz zu Analystenerwartungen wider: Vor der Revision lagen Analystenschätzungen im Mittel bei 9,58 US-Dollar bereinigtem Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr. Für das zweite Quartal hatten Analysten im Schnitt 2,08 US-Dollar je Aktie prognostiziert; United stellt nun eine Spanne von 1 bis 2 US-Dollar bereinigtem Ergebnis je Aktie in Aussicht und unterschreitet damit die Markterwartungen.