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Unklare Vorentscheidung in Kalifornien: Becerra leicht vorn, Steyer und Hilton im Kampf um Platz zwei

In Kalifornien entscheiden Wähler in der Vorwahl über die beiden Endrundenplätze für Gouverneur, Bürgermeister von Los Angeles und mehrere neu zugeschnittene Kongressbezirke; Umfragen sehen Xavier Becerra vorn, während Steve Hilton und Tom Steyer um Platz zwei kämpfen.

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Titelbild: Unklare Vorentscheidung in Kalifornien: Becerra leicht vorn, Steyer und Hilton im Kampf um Platz zwei
Entscheidende Vorwahlen in Kalifornien könnten die Machtverhältnisse im November prägen — besonders im Gouverneursrennen, in Los Angeles und in mehreren Kongressbezirken.

Nach Angaben geht Kalifornien mit erheblicher Unsicherheit in die parteiübergreifende Vorwahl, in der nur die beiden bestplatzierten Kandidaten in die Novemberwahl einziehen. Wähler entscheiden über die Nachfolge des termingebunden ausscheidenden Gouverneurs, die Bürgermeisterwahl in Los Angeles und mehrere hart umkämpfte Sitze im neu zugeschnittenen Kongress. Diese Wettbewerbe gewinnen zusätzliche Bedeutung, weil die Ergebnisse die politische Balance im Herbst beeinflussen könnten.

Im Mittelpunkt steht das Gouverneursrennen, das als das größte des Jahres gilt. Drei Umfragen zeigen den früheren US‑Gesundheitsminister Xavier Becerra knapp in Führung. Eine der Erhebungen nennt Becerra bei 23 Prozent, gefolgt von Steve Hilton mit 20 Prozent und Tom Steyer mit 15 Prozent; andere Umfragen zeichnen ein ähnliches Bild. In der Endphase ringen Hilton und Steyer um den zweiten Platz, der zur Qualifikation für die Novemberwahl berechtigt.

In Los Angeles bleibt die Lage ebenfalls umkämpft: Die Wählerschaft ist gespalten, ob sie Amtsinhaberin Karen Bass stützen oder einem Herausforderer den Vorzug geben will. Parallel dazu werden die Rennen in den neugestalteten Kongressbezirken intensiv beobachtet, weil sie das Kräfteverhältnis im Repräsentantenhaus im November beeinflussen könnten. Besonders die neu gezogenen Grenzen haben mehrere Wettbewerbe deutlich enger gemacht.

Die Dynamik im Gouverneursrennen hat sich in den finalen Wochen verschoben. Becerra arbeitete sich aus dem hinteren Feld nach vorne und übernahm die Führung, nachdem sich das Kampagnenfeld verändert hatte; mehrere Kandidaten schieden faktisch aus dem engen Rennen. In den letzten Tagen intensivierten die verbliebenen Spitzenkandidaten ihre Touren durch den Staat, um unentschlossene Wähler anzusprechen und die entscheidenden Stimmen für die Zweierqualifikation zu gewinnen.

Unterdessen schaffen die simultanen Wettbewerbe in Kalifornien eine politische Atmosphäre, die Beobachter als ungewöhnlich turbulent beschreiben. Die Kombination aus einem großen Gouverneursfeld, einem umkämpften Bürgermeisteramt in Los Angeles und zahlreichen bedeutenden Kongresswahlen lässt den kommenden Wahltag als möglichen Wendepunkt für die Machtverhältnisse sowohl im Bundesstaat als auch auf nationaler Ebene erscheinen.