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US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer tritt nach Vorwürfen zurück

Chavez‑DeRemer ist das dritte Kabinettsmitglied, das in kurzer Zeit das Trump‑Kabinett verlässt; stellvertretender Minister Keith Sonderling übernimmt interimsmäßig.

JKCM Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer tritt nach Vorwürfen zurück
  • Rücktritt nach Berichten über mögliche Machtmissbräuche
  • stellvertretender Minister Keith Sonderling führt das Ministerium vorübergehend.

Nach Angaben der Regierung in Washington hat US‑Arbeitsministerin Lori Chavez‑DeRemer mit sofortiger Wirkung ihr Amt niedergelegt. Der Rücktritt folgte auf öffentliche Berichte über mehrere mutmaßliche Machtmissbräuche, darunter Vorwürfe einer Affäre mit einem Mitarbeiter und Alkoholkonsum während der Arbeitszeit. Die Bekanntgabe erfolgte offiziell durch das Weiße Haus und nicht direkt über den Präsidenten.

Im Mittelpunkt der internen Prüfungen stehen Dokumente und Nachrichten, die nach Berichten vom Generalinspekteur des Arbeitsministeriums gesichtet werden. Demnach sollen persönliche Mitteilungen von Chavez‑DeRemer sowie von engen Mitarbeitern und Familienangehörigen an jüngere Angestellte gerichtet worden sein. Details zu Umfang und Inhalt der untersuchten Unterlagen wurden bislang nicht freigegeben.

Zugleich bestätigte ein Sprecher des Weißen Hauses, Steven Cheung, dass Keith Sonderling, derzeit stellvertretender Arbeitsminister, das Ministerium vorübergehend leiten werde. Der Übergang soll die laufenden Geschäfte des Arbeitsministeriums sichern, während die internen Ermittlungen weiterlaufen. Aus dem Ministerium selbst wurden keine zusätzlichen Angaben zu möglichen disziplinarischen Maßnahmen oder einem Zeitplan für die Untersuchungen gemacht.

Inzwischen reiht sich Chavez‑DeRemers Abgang in eine Phase spürbarer Personalwechsel im Kabinett ein. Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich Schlüsselpositionen verändert: Im März war Innenministerin Kristi Noem entlassen worden, Anfang April folgte die Ablösung der Justizministerin Pam Bondi. Beobachter betrachten die Reihe von Wechseln als Ausdruck erhöhter Fluktuation in der laufenden Amtszeit.