JKCM News
Startseite
Amerika

US‑Plan für Colorado River sieht bis zu 40 Prozent Kürzung für Arizona, Kalifornien und Nevada vor

Der zehnjährige Bundesvorschlag sieht vor, die jährlichen Lieferungen an die drei unteren Beckenstaaten um bis zu drei Millionen Acre‑Feet zu reduzieren; die Maßnahmen sollen alle zwei Jahre überprüft und können über bestehende Rechtsgrundlagen oder staatliche Abkommen umgesetzt werden.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: US‑Plan für Colorado River sieht bis zu 40 Prozent Kürzung für Arizona, Kalifornien und Nevada vor
Tom Buschatzke stellte den Plan vor, der alle zwei Jahre neu bewertet werden soll und Projekte wie das Central Arizona Project empfindlich treffen könnte.

Im Mittelpunkt der Regelung steht das 1922 geschlossene Colorado River Compact, das Reihenfolgen und Prioritäten bei der Zuteilung festlegt und Kalifornien die höchste Priorität einräumt. Nach den vorgelegten Details würde diese gesetzliche Priorisierung eine zentrale Rolle bei der Verteilung von Kürzungen spielen. Buschatzke beschrieb die vorgeschlagenen Einschnitte als sobering und verwies darauf, dass zentrale Versorgungsprojekte wie das Central Arizona Project dadurch stark beeinträchtigt werden könnten.

Der Vorstoß der Bundesregierung folgt auf das Scheitern einer Einigung der sieben Anrainerstaaten, die im Februar eine durch den Bund gesetzte Frist verpasst hatten. Die oberen Beckenstaaten Colorado, Utah, Wyoming und New Mexico haben sich bisher wenig geneigt gezeigt, ihre eigenen Entnahmen zu verringern, während die unteren Beckenstaaten argumentieren, sie trügen die Hauptlast der Versorgungsengpässe. Innenminister Doug Burgum und das Bureau of Reclamation hatten bereits interveniert und eine übergeordnete Steuerung zur Klärung des Streits in Aussicht gestellt.

Zuvor hatten Kalifornien, Arizona und Nevada ein eigenes Angebot für freiwillige Reduktionen präsentiert, das bis 2028 Kürzungen von bis zu 3,25 Millionen Acre‑Feet vorsieht. In diesem Paket werden konkrete Kürzungsbeträge für die einzelnen Staaten genannt; offen bleibt, ob dieses Modell die Zustimmung der zuständigen Wasserbehörden und der Bundesverwaltung erhält. Vertreter der Arizona‑Regierung warnten während öffentlicher Beratungen davor, dass sich die Lage sehr schnell entwickele und rasche politische sowie technische Entscheidungen erfordere.

Zugleich werfen die Vorschläge grundsätzliche Fragen zur künftigen Steuerung der Colorado‑Flussressourcen auf. Die Region ist auf Wasserlieferungen angewiesen, die in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen sind; dies hat bereits Debatten über Prioritäten, rechtliche Rahmenbedingungen und die Belastung einzelner Staaten verschärft. Die anstehende Finalisierung des Bundesplans im Juni wird damit zu einem zentralen Prüfstein für die Verteilung knapper Wasserressourcen im amerikanischen Westen.