USA schlagen nach Absturz von Apache-Hubschrauber iranische Anlagen im Golf
Washington ordnete nächtliche Angriffe auf Radar- und Luftabwehrstellungen entlang der Straße von Hormus an, nachdem ein US-AH-64 Apache-Hubschrauber offenbar mit einer iranischen Drohne kollidiert war.
- Die Offensive begann am späten Abend und zielte auf Luftabwehrkapazitäten
- die beiden Besatzungsmitglieder des abgestürzten Hubschraubers wurden zuvor von einem unbemannten Rettungsboot geborgen.
Die Kernentwicklung: Die USA führten in der Nacht militärische Schläge gegen iranische Anlagen aus, nachdem Präsident Donald Trump den Iran für den Verlust eines AH-64 Apache-Hubschraubers verantwortlich gemacht hatte. Die Operationen begannen gegen 22.00 Uhr britischer Zeit und richteten sich gezielt gegen Radar- und Luftabwehranlagen entlang der Straße von Hormus.
Zugleich erklärte das US-Zentralkommando, der Einsatz sei eine proportionale Reaktion auf eine unrechtfertigte Aggression und stehe im Zusammenhang mit dem Absturz des Apache vor der Küste Omans. Ein US-Beamter nannte eine Kollision des Hubschraubers mit einer iranischen Drohne als möglichen Grund für den Absturz; die genaue Ursache wird weiterhin untersucht. Präsident Trump hatte in einer Veröffentlichung erklärt, der Hubschrauber sei ‚abgeschossen‘ worden.
Die beiden Besatzungsmitglieder des abgestürzten Hubschraubers wurden nach rund zwei Stunden im Wasser geborgen. Ein unbemanntes, 7,3 Meter langes Rettungsboot vom Typ Corsair lokalisierte und rettete die Überlebenden, erstmals nach US-Angaben in einer bekannten Operation dieser Art. Die ungewöhnliche Rettungsaktion erfolgte vor dem Hintergrund erhöhter Spannungen in der Region.
Im Anschluss an die US-Schläge warnte Irans Außenminister Abbas Araghchi, Teheran werde keinen Angriff oder Drohung unbeantwortet lassen, und forderte ausländische Streitkräfte zum Abzug auf, wenn sie sicher bleiben wollten. Gleichzeitig signalisierten US-Beamte, man strebe keine Eskalation zu einem offenen Krieg mit Iran an; die Angriffe seien als begrenzte, gezielte Reaktion konzipiert.
Das Ereignis belastet einen ohnehin fragilen Waffenstillstand, der im April vereinbart worden war, und trifft auf eine Region, die zuletzt durch Gefechte zwischen Iran und Israel sowie anhaltende Angriffe weiter unter Druck geraten war. Nach US-Darstellung zielen die nächtlichen Operationen darauf ab, die Fähigkeit iranischer Luftabwehr einzuschränken, die als unmittelbare Bedrohung für US-Luftfahrzeuge bewertet wurde.