Utah: Gouverneur ordnet Feuerwerksverbot und erklärt Notstand wegen verheerender Waldbrände
Gouverneur Spencer Cox setzte eine vorläufige Sperre für private Feuerwerke bis zum 5. Juli in Kraft und gab dem Staatsforst die Befugnis, landesweit Feuerwerksverbote zu verhängen.
Die Kernentwicklung: Gouverneur Spencer Cox hat einen Notstand ausgerufen und ein vorläufiges Verbot für private Feuerwerke bis einschließlich 5. Juli erlassen. Mit der Anordnung erhält der Staatsforst die Befugnis, die Nutzung von Feuerwerkskörpern landesweit zu untersagen; gleichzeitig bleibt es örtlichen Brandschutzchefs und Behörden möglich, Ausnahmen für bestimmte Orte zu erteilen, sofern die Wetter- und Bodenverhältnisse dies zulassen.
Der Schritt setzt eine Bestimmung aus dem Jahr 2024 außer Kraft, die dem Staatsforst zuvor untersagte, in Städten Feuerwerksverbote anzuordnen. Zugleich betonte der Gouverneur, lokale Entscheidungen nicht beseitigen zu wollen, sondern eine restriktive staatliche Grundlinie zu etablieren, die Spielraum für örtliche Zustimmung lässt, wenn die Lage dies erlaubt.
Im Mittelpunkt der Maßnahme steht eine heftige Feuersaison: Aktuell brennen in Utah neun aktive Feuer auf mehr als 143.000 Acres. Bislang registrierte Vorfälle umfassen 373 Brände in diesem Jahr, von denen alle bis auf 100 auf menschliches Handeln zurückgeführt werden. Besonders gravierend wirkt der Cottonwood Fire; er erfasste fast 72.000 Acres, war zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht eingedämmt und hat das Skigebiet Eagle Point zur Schließung gezwungen sowie mehrere Gebäude beschädigt.
Gleichzeitig haben heiße, trockene und windige Bedingungen die Gefahr neuer Brandentstehungen deutlich erhöht. Der nationale Wetterdienst in Salt Lake City gab für Teile des Bundesstaates eine als particularly dangerous situation klassifizierte Red-Flag-Warnung heraus, die als historische Einstufung bezeichnet wurde. Rauchschwaden beeinträchtigen die Luftqualität in weiten Teilen des Staates und sind bis zu beliebten Nationalparks wie Zion und Bryce Canyon sichtbar.
Daneben begründen die Behörden das Feuerwerksverbot als präventive Maßnahme, um zusätzliche menschliche Zündquellen zu reduzieren, während Feuerwehrkräfte mit mehreren großen Brandflächen gleichzeitig kämpfen. Die Anordnung ist befristet; sie soll Einsatzkräften vor Ort erlauben, bei Entspannung der Feuer- und Wetterlage zeitnah wieder Erlaubnisse zu erteilen.