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Vier Angeklagte nach Entdeckung von Schmugglertunnel und mehr als einer Tonne Kokain in San Diego angeklagt

Bundesanklage wirft zwei Mexikanern und zwei US-Bürgern vor, für das Jalisco New Generation-Kartell Drogen durch einen ausgeklügelten Tunnel zwischen Tijuana und San Diego zu schmuggeln.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Vier Angeklagte nach Entdeckung von Schmugglertunnel und mehr als einer Tonne Kokain in San Diego angeklagt
Ermittler entdeckten einen über 1.000 Fuß langen Tunnel unter einem vermeintlichen Einzelhandelsgeschäft und beschlagnahmten mehr als 2.250 Pfund Kokain.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft sind vier Personen wegen umfangreichen Drogenhandels und Verschwörung angeklagt, nachdem Ermittler einen unterirdischen Schmugglertunnel zwischen San Diego und Tijuana aufgedeckt hatten. Den Beschuldigten — zwei mexikanische Staatsangehörigen und zwei US-Bürger im Alter zwischen 18 und 32 Jahren — wird vorgeworfen, für das Jalisco New Generation-Kartell mehr als eine Tonne Kokain über die Grenze transportiert zu haben.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand ein Geschäft namens Buy 4 Less nahe dem Grenzübergang Otay Mesa. Agenten der Homeland Security Investigations hatten das Ladenlokal seit Dezember überwacht, weil dort ungewöhnliche Abläufe beobachtet wurden: kaum zahlende Kundschaft, Personen, die wiederholt mit Koffern ein- und ausgingen, und in Einzelfällen das Überschreiten der Grenze mit Gepäckstücken.

Nach dem Schritt der Überwachung dokumentierten Ermittler am 29. Mai, wie mehrere Verdächtige Fahrzeuge einsetzten, Tiefkühltruhen mit Paketen in einen Lastwagen luden und davonfuhren. Eine Verkehrskontrolle durch Sheriffs des Landkreises San Diego führte zur Entdeckung von Drogen in einem der Fahrzeuge; weitere Durchsuchungen förderten zusätzliches Rauschgift zu Tage. Insgesamt beschlagnahmten die Einsatzkräfte mehr als 2.250 Pfund Kokain.

Zugleich durchsuchten Bundesermittler das Geschäft und fanden einen 55 Fuß tiefen Zugang zu einem Tunnel, der über eine hydraulische Hebevorrichtung erreichbar war. Der Gang verlief mehr als 1.000 Fuß bis zur US-mexikanischen Grenze und setzte sich Schätzungen zufolge etwa 800 Fuß in das Gebiet von Tijuana fort. Der etwa 4,5 Fuß hohe Tunnel war mit einem Schienensystem und Wagen ausgestattet sowie mit Strom- und Lüftungsanschlüssen versehen.

Daneben betonten Ermittler, dass die Anlage technisch anspruchsvoll gebaut war und effizienten Warentransport erlaubte. Behörden bezeichneten den Fund als bedeutenden Schlag gegen das Jalisco New Generation-Kartell; es ist der erste seit 2022 in Südkalifornien entdeckte grenzüberschreitende Tunnel. Insgesamt wurden seit 1993 99 Tunnel entdeckt, von denen 28 als technisch aufwendig eingestuft werden.