Zunehmende Initiative: US‑Bundesstaaten beraten höhere Steuern für Millionäre
Mehrere Bundesstaaten prüfen Gesetzesvorhaben, mit dem Einkommen über einer Million Dollar stärker besteuert werden sollen; Washington könnte erstmals eine Einkommenssteuer einführen.
- Washington debattiert über eine fast 10%ige Jahressteuer auf Einkommen ab 1 Mio. Dollar
- Inkrafttreten würde neue Einnahmen für Bildung und Familienleistungen bringen.
Mehrere US‑Bundesstaaten treiben Initiativen voran, um höhere Steuern auf sehr hohe Einkommen zu erheben. Befürworter sehen in den Vorschlägen ein Mittel, um wachsende Einkommens‑ und Vermögensungleichheiten anzugehen, die sich seit der COVID‑19‑Pandemie verstärkt hätten.
In Washington wird derzeit ein Gesetzentwurf beraten, der eine nahezu 10%ige Jahressteuer auf persönliche Einkünfte über 1 Million Dollar vorsieht. Das Repräsentantenhaus verabschiedete die Vorlage nach intensiven Beratungen; der Entwurf geht zurück an den Senat. Gouverneur Bob Ferguson hat Unterstützung signalisiert, falls die Legislative das Paket vor ihrer geplanten Schließung zustande bringt.
Die geplanten Mehrerträge sollen mehreren Programmen zugutekommen, darunter kostenlose Schulmahlzeiten in K‑12, Kinderbetreuung, ein Familiensteuerguthaben und der Wegfall der Umsatzsteuer auf Körperpflegeprodukte. Befürworter argumentieren, die Änderung korrigiere eine langjährige regressiv wirkende Steuerstruktur im Bundesstaat.
Ähnliche Maßnahmen haben in jüngerer Vergangenheit bereits in Staaten wie Massachusetts, Kalifornien, Maryland, Minnesota und New Jersey Fuß gefasst, so Befürworter, die sich für eine stärkere Besteuerung der Superreichen einsetzen.