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Abgeordneter Torres verlangt Untersuchung zu massiven Futures‑Trades vor Pause bei Iran‑Angriffen

US‑Abgeordneter verlangt von SEC und CFTC Aufklärung über ungewöhnliche Öl‑ und Aktienfutures‑Transaktionen vor Trumps März‑Ankündigung

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Abgeordneter Torres verlangt Untersuchung zu massiven Futures‑Trades vor Pause bei Iran‑Angriffen
Torres spricht von möglichen Insidergeschäften nach einem sprunghaften Volumenanstieg kurz vor einer marktbewegenden Präsidentenankündigung.

Nach Angaben von Abgeordneter Ritchie Torres (D‑N.Y.) sollen kurz vor Präsident Donald Trumps Ankündigung, Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen, auffällige Handelsmuster in den Öl‑ und Aktienfutures‑Märkten aufgetreten sein. In einem Schreiben forderte Torres die Vorsitzenden der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) auf, umfassende Handelsaufzeichnungen offenzulegen und die Vorgänge zu prüfen.

Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht ein sprunghafter Anstieg von Futures‑Transaktionen in den Minuten vor der Äußerung des Präsidenten. Berichte, auf die Torres sich stützt, dokumentieren, dass innerhalb von etwa 15 Minuten vor der Ankündigung mehr als 500 Millionen US‑Dollar in Rohöl‑Futures umgesetzt wurden; zugleich sei ein ungewöhnlich hohes Volumen von Wetten beobachtet worden, die auf sinkende Ölpreise und eine Erholung der Aktienmärkte setzten. Der Abgeordnete bewertete die Zeitpunktgerechtigkeit und das Ausmaß der Trades als extrem auffällig und äußerte die Möglichkeit von Insiderhandel.

Zugleich forderte Torres die SEC auf, formelle Ermittlungen einzuleiten, und regte an, die CFTC in eine koordinierte Untersuchung einzubeziehen, um lückenlose Handelsdaten zu sichern. Er äußerte zugleich Skepsis gegenüber der bisherigen Aufsichtspraxis und machte deutlich, dass die Behörden das Geschehen nicht unbeachtet lassen sollten. Eine Sprecherin der SEC lehnte eine Stellungnahme ab; auf eine Anfrage an die CFTC gab es zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine sofortige Reaktion.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Torres Fragen zu möglichen Insidergeschäften im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen aufwirft. Anfang des Jahres hatte er bereits Bedenken geäußert, nachdem ein gut getimter Einsatz auf einem Vorhersagemarkt dem Sturz des venezolanischen Präsidenten vorausgegangen war, und daraufhin Gesetzesvorschläge eingebracht, die den Handel mit bestimmten Event‑Kontrakten einschränken sollen. Mit seinem jetzigen Vorstoß zielt er konkret auf die mutmaßlich erheblichen Futures‑Transaktionen im Vorfeld der März‑Ankündigung von Präsident Trump.

Daneben betonte Torres in seinem Schreiben, die möglichen Handelsaktivitäten könnten sich zu einem der größten Fälle von Insiderhandel in der Geschichte entwickeln, sollte sich der Verdacht bestätigen. Er forderte deshalb nicht nur die Offenlegung von Handelsdaten, sondern auch eine zügige, formelle Prüfung durch die zuständigen Bundesbehörden, um die Integrität der Märkte zu wahren.