ActBlue meldet Rekord: Demokraten sammelten im Q1 mehr als eine halbe Milliarde Dollar
Die zentrale Spendenplattform der Demokraten verzeichnete im ersten Quartal 2026 ein Rekordergebnis und legte detaillierte Zahlen zu Empfängern, Spenderzahlen und durchschnittlichen Beiträgen vor.
- ActBlue meldet 568 Millionen Dollar im ersten Quartal
- gleichzeitig laufen Untersuchungen zu möglichen ausländischen Spenden.
Nach Angaben von ActBlue sammelte die Plattform im ersten Quartal 2026 insgesamt 568 Millionen US‑Dollar ein und erreichte damit einen Rekord für das erste Quartal eines Midterm‑Wahljahres. Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2022 entspricht das einem Anstieg von rund 50 Prozent. Die Organisation veröffentlichte die Zahlen am Dienstag und kündigte an, im Zuge der offiziellen Einreichung die detaillierten Angaben für März bereitzustellen.
Im Mittelpunkt der Zuwächse standen Bundeskandidaten: Von den 568 Millionen Dollar entfielen 391 Millionen Dollar auf Kampagnen auf Bundesebene. Weitere 119 Millionen Dollar gingen an Kandidaten auf Bundesstaaten‑ und lokaler Ebene. Zusätzlich sammelte die Plattform rund 58 Millionen Dollar für wohltätige und zivilgesellschaftliche Organisationen und dient damit nicht nur direkten Kandidaten, sondern auch anderen demokratischen Gruppen als Spendeninstrument.
Nach dem Schritt, die Quartalszahlen vorzulegen, nannte ActBlue auch Daten zu den Spendern: Insgesamt registrierte die Plattform 15 Millionen Einzelspenden, darunter 686.000 neue Unterstützerinnen und Unterstützer. Der durchschnittliche Beitrag über die Plattform lag demnach bei 38 Dollar. Diese Zahlen bestätigen die zentrale Rolle kleiner Einzelspenden in der Finanzierungsstruktur demokratischer Kampagnen, obwohl auch größere Beiträge aus Führungskreisen und von Komitees weiter eine Rolle spielen.
Zugleich steht ActBlue unter Untersuchung durch republikanische Kongressmitglieder und das Justizministerium wegen des Verdachts, nicht ausreichend verhindert zu haben, dass Ausländer unzulässige Beiträge leisten. In einem begleitenden Blogbeitrag verteidigte die Plattform ihre technischen Schutzmaßnahmen und betonte, sie habe Systeme zur Betrugsprävention und zur Einhaltung der Regeln der Federal Election Commission implementiert. Die Debatte um Compliance und Sicherheitsmechanismen begleitet damit die Veröffentlichung der Rekordzahlen.